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Wir leben Sicherheit. Seit 150 Jahren.

Das 150jährige Jubiläum kommt an die 24 größten inländischen Standorte.

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Ein Jubiläum will gefeiert werden!

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Wir haben Geburtstag und freuen uns gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden, Kunden und Partnern auf ein spannendes Jubiläumsjahr 2019!

Los geht's 1869 in einem kleinen Büro in Hamburg. Heute sind wir in mehr als 70 Ländern vertreten und stärken Unternehmen und Partner bei der Wahrnehmung ihrer Verantwortung für Mensch, Technologie und Umwelt.

Seit 150 Jahren stehen wir weltweit für Sicherheit und Vertrauen und haben uns vom Dampfkessel-Überwachungsverein zum anerkannten Technologie-Dienstleister entwickelt.

Im Jubiläumsjahr finden zahlreiche Aktivitäten für unsere Kunden, Partner und Mitarbeitenden statt. Einfach vorbeischauen: Auf diesen Seiten sammeln wir alle Neuigkeiten rund um das Jubiläum.

 

Rund ums Jubiläum

Instagram-Kampagne #TÜVNORDfamily

Wir zeigen Gesicht! Auf dem Instagram-Kanal der TÜV NORD GROUP stellen wir im Rahmen unseres 150-jährigen Jubiläums Mitarbeitende aus allen Konzern-Bereichen vor.
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Roadshow: Besuch vom Show-Truck

Wir kommen zu Ihnen und bringen unseren Show-Truck mit: Das Jubiläums-Team besucht rund 5.000 TÜV NORD-Mitarbeitende an den 24 größten inländischen Standorten.
Zu den Tour-Daten unseres Show-Trucks

Für jeden etwas dabei: Aktionen zum Jubiläum

Man wird ja nur einmal 150 Jahre alt: Im Laufe des Jahres finden viele Aktionen statt.
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#explore - Das Online-Magazin

In den vergangenen 150 Jahren hat sich viel getan: Auch #explore begleitet das Jubiläumsjahr ab Januar 2019 mit spannenden Geschichten rund um Technik und Historie.
Ab Januar mehr auf #explore

Zukunft braucht Geschichte

Seit 150 Jahren stehen wir mit unserem technischen Wissen für Sicherheit, Unabhängigkeit und Qualität. Wir schützen Leben und Güter und tragen dazu bei, natürliche Ressourcen zu schonen, denn: Wir leben Sicherheit. Den Blick nach vorne gerichtet setzen wir unsere Expertise dafür ein, dass unsere Kunden in der vernetzten Welt noch erfolgreicher werden.

Unsere Geschichte beginnt 1869 mit nur einer Aufgabe: der Überwachung von Dampfkesseln! Dampfkraft ist die zentrale Energiequelle des 19. Jahrhunderts und zugleich der Motor der Industrialisierung und der ersten industriellen Revolution.

Motoren und Elektrizität bringen die zweite industrielle Revolution in Schwung, später prägen Elektronik und Informationstechnologie die dritte. Heute sind wir in der Industrie 4.0 weiterhin der verlässliche Partner mitten in der vierten industriellen Revolution.

 

1869-1902
1869

Am 15. Juni 1869 gründen Hamburger Dampfkesselbesitzer und Reeder den „Norddeutschen Verein zur Überwachung von Dampfkesseln in Hamburg“. Die Gründer orientieren sich an einem englischen Modell: Bereits 1855 gründeten Unternehmer die Manchester Steam Users Association – den ersten technischen Überwachungsverein der Welt. Im selben Jahr wie die Hamburger Initiative entsteht der „Sächsisch-Anhaltische Verein zur Prüfung und Überwachung von Dampfkesseln in Bernburg“.

Bild: Einladung zur Gründungsversammlung am 15.06.1869

1871

Der „Magdeburger Verein für Dampfkesselbetrieb“ wird 1871 gegründet. Ein gutes Beispiel für die Effizienz der privatwirtschaftlichen Überwachung ist die Tätigkeit des Magdeburger DÜV-Ingenieurs Rudolf Weinlig: Zwischen 1871 und 1873 reduziert Weinlig in seinem Prüfbezirk die Zahl der äußeren Kesselschäden von 60 auf 20 Prozent und die bis dahin kaum beachteten Gefahren im Inneren der Kessel von 30 auf 16 Prozent.

1872

In Siegen entsteht 1872 der „Verein zur Überwachung von Dampfkesseln in den Industriebezirken der Lenne, Sieg und Dill“. Er ist damit der älteste Vorläuferverein des Rheinisch-Westfälischen TÜV.

1873

1873 entsteht der „Verein zur Überwachung der Dampfkessel mit dem Sitz in Hannover“. Ludwig Grabau, der erste Ingenieur des Dampfkesselüberwachungsvereins (DÜV) Hannover, stellt gleich zu Beginn seiner Tätigkeit fest: „Der Zustand der untersuchten Kessel ist außerordentlich schlecht. Konstruktionsfehler, unsachgemäße Bedienung sowie Wassermangel führen zu Gefahrenzuständen.“

Bild: Ludwig Grabau, 1. Vereinsleiter DÜV Hannover

1881

Die von Rudolf Weinlig, Hauptingenieur des DÜV Magdeburg, erarbeiteten Grundsätze für Materialprüfungen sind wichtige Grundlagen für die sogenannten „Würzburger Normen“. Diese setzen erstmals verbindliche Standards für den Bau von Dampfkesseln.

1884

Rudolf Weinlig vom DÜV Magdeburg spielt eine zentrale Rolle bei der Erweiterung der Vereinsbefugnisse in Preußen. Als Technischer Leiter des größten preußischen DÜV überzeugt er 1884 Otto von Bismarck, Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident, die DÜV Dampfkessel in Preußen nicht nur prüfen, sondern auch genehmigen und offiziell abnehmen zu lassen.

Bild: Urkunde Anlage eines Dampfkessels (ca. 1870 - 1900)

1885

Weiterbildungsangebote der DÜV werden zunächst nicht gut angenommen. Erst ein Heizerwettbewerb bringt 1885 die Wende: Die auf dem Prüfgebiet von DÜV Magdeburg in Lehrgängen geschulten Heizer beherrschen nicht nur die Sicherheitsanforderungen, sie benötigen zur Dampferzeugung auch nur halb so viel Kohle wie ihre ungeschulten Kollegen.

1899

Die DÜV kontrollieren kurz vor der Jahrhundertwende bereits etwa 90 Prozent aller preußischen Dampfkessel. Auch außerhalb Preußens sind die DÜV mittlerweile etabliert – das Prinzip der vereinsmäßigen Überwachung hat sich in Deutschland mit wenigen Ausnahmen flächendeckend durchgesetzt.

Bild: Das Ingenieurzimmer des DÜV Essen als Untermieter in 3 Räumen des Bergbauvereins, 1901

1900

1900 wird der größte DÜV im Ruhrgebiet, des „Dampfkessel-Überwachungs-Vereins der Zechen im Oberbergamtsbezirk Dortmund zu Essen“ gegründet, kurz Zechen-Verein. Er übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit der Dampfkessel im Bergbau und ist der größte Vorläufer des RWTÜV.

Bild: Prüfsiegel DÜV Hannover, 1873

1902-1933
1902

Zum ersten Mal kontrollieren Ingenieure des DÜV Hannover fünf Kraftfahrzeuge, 1903 werden die ersten Fahrzeugführer geprüft. Noch bleiben allerdings Kfz-Prüfungen eine seltene Nebentätigkeit der Vereinsingenieure.

1903

In Hamburg bleiben die Dampfkesselüberwachung eine staatliche Angelegenheit, der Norddeutsche DÜV konzentriert sich daher auf die umliegenden preußischen Gebiete. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist er bereits für über 5.300 Anlagen zuständig.

1903 verlegt der Verein auf Wunsch des preußischen Handelsministeriums seinen Hauptsitz von Hamburg in die preußische Stadt Altona.

Bild: Gebäude Hamburg-Altona, Julius-Leber-Straße 10, Ecke Gerichtsstraße. Hier hatte der TÜV Norddeutschland 55 Jahre, 1903 bis 1958, seinen Sitz (ca. 1950 - 1969)

1914

Die Elektrifizierung von Wirtschaft und Gesellschaft nimmt Fahrt auf. Der DÜV Hannover und der Essener Zechen-Verein erkennen frühzeitig die Entwicklung und gründen bereits 1903 elektrotechnische Abteilungen. 1914 prüft DÜV Hannover bereits 30 Elektrizitätswerke, 137 Blitzschutzanlagen und 950 Aufzüge.

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 werden zahlreiche Mitarbeiter der DÜV eingezogen. Nach zwei Kriegsjahren arbeiten beim DÜV Hannover nur noch 11 der ursprünglich 25 Beschäftigten. Die Versorgungslage verschlechtert sich im Kriegsverlauf zunehmend. Der Norddeutsche DÜV reagiert und gründet eine Wärmewirtschaftliche Abteilung mit dem Ziel, Methoden zur möglichst effizienten Verwendung von Brennstoffe zu entwickeln.

 

1920

Auch DÜV Hannover und der Essener Zechen-Verein gründen 1920 bzw. 1921 Wärmewirtschaftliche Abteilungen – insbesondere das Wärmewirtschaftliche Labor des Zechen-Vereins ist bald als Forschungsinstitut anerkannt.

Ebenfalls zu Beginn der 1920er-Jahre gründet der Norddeutsche DÜV eine kraftfahrtechnische Abteilung.

Bild: Titelblatt Infobroschüre "Die Prüfung des Kraftfahrzeugführers", 1927

1928

Im Jahr 1928 gründet der DÜV Hannover ebenfalls eine Kfz-Abteilung. Während Fuhrparkbesitzer an regelmäßigen Kontrollen durch die Vereine interessiert sind, haben die privaten Autofahrer noch kein rechtes Sicherheitsbewusstsein entwickelt – obwohl Polizeikontrollen immer wieder zeigen, dass bei den meisten Fahrzeugen weder Bremsen noch Licht ordnungsgemäß funktionieren.

1933-1945
1933

Am 30. Januar 1933 beginnt die NS-Diktatur und die Nationalsozialisten setzen den Rechtsstaat außer Kraft. Parallel dazu erfolgt die freiwillige „Selbst-Gleichschaltung“ der deutschen Gesellschaft. Gegner und Kritiker des NS-Regimes verlieren vielfach ihre berufliche Stellung, werden inhaftiert und durch „Parteigenossen“ ersetzt. Auch bei den DÜV kommt es teilweise zu Personalwechseln, etwa beim Norddeutschen DÜV, wo zwei Vorstandsmitglieder durch Nationalsozialisten ersetzt werden.

Bild: Adolf Langer, 4. Vereinsvorsitzender DÜV Hannover

1935

Die preußischen Überwachungsvereine erhalten 1935 die offizielle Zuständigkeit für Sicherheitsprüfungen in Kinos, Theatern, Zirkussen und öffentlichen Versammlungsräumen, wofür neues Personal eingestellt wird.

1938

Im März 1938 wird das Deutsche Reich in 14 Überwachungsbezirke eingeteilt, in denen jeweils nur ein Überwachungsverein zugelassen ist Da es bislang 37 DÜV gegeben hatte, müssen verschiedene Vereine zu größeren Einheiten fusionieren. So geht etwa der Bernburger Verein im DÜV Magdeburg auf.

Ziel ist die Vereinheitlichung des Überwachungswesens: Hierzu gehört auch die Umbenennung aller Vereine in Technische Überwachungs-Vereine (TÜV). TÜV Essen entsteht 1938 ebenfalls durch die Zusammenlegung verschiedener Vereine.

1939

Mit dem deutschen Überfall auf Polen beginnt 1939 der Zweite Weltkrieg. Obwohl sie als kriegswichtig eingestuft werden, gelten die TÜV-Mitarbeitenden nicht als unabkömmlich: Bereits 1940/41 hat ein Drittel von ihnen Kriegsdienst zu leisten.

1943

Im Zuge des ab 1943 intensivierten Luftkriegs der Alliierten werden auch TÜV-Dienstgebäude von Bomben getroffen. In Hamburg, Bremen, Braunschweig, Paderborn, Essen und Duisburg werden Verwaltungsgebäude und technische Anlagen völlig zerstört, in Hannover und Osnabrück kommt es zu schweren Beschädigungen.

Bild: Moltkestraße 2a, erstes eigenes Dienstgebäude (1921-1928), 1945 zerstört, 1951/54 wiederaufgebaut.

1945

Am 8. Mai 1945 geht der Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands zu Ende. 

1945-1965
1945

Alliierte Truppen besetzen das deutsche Staatsgebiet. Die Tätigkeit der TÜV kommt bis auf weiteres zum Erliegen.

1946

Als Kriegsfolge ist Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. In der Sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, werden alle Überwachungsvereine aufgelöst. An ihre Stelle tritt eine staatliche Technische Überwachung (TÜ). Die Hansestadt Hamburg entzieht TÜV Hamburg im Jahr 1946 die Prüfbefugnisse und überträgt sie der öffentlichen Hand. Andere Vereine wie TÜV Essen und TÜV Hannover können ihre Arbeit weitgehend uneingeschränkt wieder aufnehmen.

Bild: Beleuchtungsprüfung eines Personenkraftwagens mit dem Bosch-Prüfgerät

1951

Ab 1951 verlangt die Straßenverkehrszulassungsordnung, jedes Fahrzeug nach der Erstzulassung alle zwei Jahre zu prüfen. Den Zuschlag für diese regelmäßige Hauptuntersuchung erhalten u. a. die TÜV. Von den TÜV-Ingenieuren fordert dies Improvisationstalent: Viele technische Prüfstellen sind zerstört oder reichen für die steigende Anzahl an Fahrzeugen nicht aus. So prüfen TÜV-Mitarbeitende auf Bahnanlagen, Bauhöfen und sogar auf Parkplätzen von Gaststätten.

Bild: HU TÜV Hannover, zwischen 1950 - 1960

1955

1955 entsteht bei TÜV Hannover ein erstes Medizinisch-Psychologisches Institut (MPI), das Gutachten über straffällige Verkehrsteilnehmer verfasst. Betroffen sind vor allem Autofahrer, die wegen Trunkenheit am Steuer auffallen. Bald darauf gründen auch TÜV Hamburg und TÜV Essen entsprechende Institute.

Bild: Besorgte Kraftfahrzeughalter beobachten die Arbeit der Prüfer, 1956

1956

Im Zuge des Booms der westdeutschen Wirtschaft erweitern die TÜV ihre Tätigkeiten auf zahlreichen Gebieten. Dabei gewährleisten die Sachverständigen auch die Sicherheit der neuesten Technik: 1956 prüfen Sachverständige von TÜV Essen in Marl das weltweit erste Kohlekraftwerk, das mit überkritischem Dampfzustand arbeitet; 1958 erfolgt in Essen die erste Prüfung einer Warenhaus-Rolltreppe.

1957

Zu einem weiteren Arbeitsgebiet entwickelt sich eine neuartige Energiequelle: die Kerntechnik. TÜV Essen etwa entwickelt ein Konzept zur zerstörungsfreien Prüfung von Reaktordruckbehältern. 1957 erstellt der TÜV Hamburg den Sicherheitsbericht für den Forschungsreaktor Geesthacht in Schleswig-Holstein. Bald darauf prüft der TÜV Hannover den Forschungsmeiler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig.

Bild: Kernkraftwerk Lingen, an dessen Errichtung die Sachverständigen des TÜV Hannover im Rahmen ihrer Bauüberwachung beteiligt war, zwischen 1965 - 1973

1965-1979
1965

Die TÜV halten mit der weiterhin rasanten Zunahme des Automobils Schritt und errichteten zahlreiche neue HU-Prüfstellen: Allein der Essener Verein kontrolliert im Jahr 1965 auf insgesamt 24 Prüfanlagen 500.000 Kraftfahrzeuge.

Bild: Prüfhalle der Dienststelle Lübeck, Maybachstraße 2

1968

Die Sachverständigen der deutschen TÜV erstatten allein in diesem Jahr rund 1.700 Fahrzeuggutachten (Typgutachten) sowie etwa 11.600 Gutachten für Fahrzeugteile.

1969

Das kraftfahrtechnische Laboratorium des RWTÜV forscht im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums zu Anti-Blockier-Systemen.

1972

Die TÜV wachsen im Zuge der Hochkonjunktur zwischen 1948 und 1972 stark: TÜV Norddeutschland (bis 1963 TÜV Hamburg) beschäftigt mittlerweile fast 600 Mitarbeiter, TÜV Hannover zählt über 900 Beschäftigte. 1972 gibt der Rheinisch-Westfälische TÜV (bis 1969 TÜV Essen) die Belegschaftszahl von fast 1.300 Personen bekannt.

Bild: HU TÜV Hannover., zwischen 1970 - 1975

1974

Der Rheinisch-Westfälische TÜV (RWTÜV) erreicht 1974 einen Jahresumsatz von über 100 Millionen D-Mark. Mit auf Gewinn ausgerichteten Unternehmen haben die TÜV in den 1970er-Jahren dennoch wenig gemein und sie agieren eher wie eine Behörde – auch wenn sie ausdrücklich keine Staatsorgane sind.

1979-1990
1979

Der RWTÜV gründet 1979 in London mit der TÜV UK Ltd. die erste ausländische Tochtergesellschaft mit dem Ziel, Vor-Ort-Kunden im Dampf- und Druckbereich besser betreuen zu können. Nur zwei Jahre später nimmt mit der TÜV Nederland B.V. in Eindhoven eine weitere Auslandstochter des RWTÜV die Arbeit auf.

1984

Die Forschungsstelle für die Kraftfahrzeugprüfung des RWTÜV übernimmt Forschungen und Systemerprobungen für Elektrofahrzeuge.

1985

Die Tätigkeiten der TÜV auf dem internationalen Markt nehmen immer weiter zu. Ein Beispiel hierfür ist der Aufbau einer Kraftfahrzeugüberwachung in Saudi-Arabien durch den TÜV Norddeutschland ab 1985. Mit den Prüfanlagen können ab 1986 bis zu 8.000 Fahrzeuge am Tag geprüft werden.

Bild: Schlangestehen in der Wüste

1987

Ein wirtschaftspolitischer Trend zur Deregulierung nimmt Fahrt auf. Prüfmonopole werden sukzessive abgeschafft, weitere Prüforganisationen und freie Sachverständige werden zugelassen, etwa auf den Gebieten Kfz-Überwachung und Aufzugprüfung. Die TÜV reagieren und etablieren sich in freiwirtschaftlichen Bereichen, wie etwa der Erstellung von Umweltgutachten, im Zertifikatswesen, bei Produktprüfungen sowie auf dem Gebiet der beruflichen Bildung.

Bild: Umweltschutz: Eines der Tätigkeitsfelder des TÜV Hannover / Sachsen-Anhalt (1990er Jahre)

1989

Die allgemeine wirtschaftliche Situation in der DDR verschlechtert sich seit Beginn der 1980er-Jahre zunehmend; der Zustand der Industrieanlagen ist vielfach dramatisch. Die Bediensteten der Technischen Überwachung der DDR (TÜ) können nur partiell Unterstützung leisten, gegen den allgemeinen Mangel aber nichts ausrichten.

Erstmals bietet der TÜV Hannover Bildungsangebote für externe Teilnehmer unter dem Namen TÜV Akademie an. Im ersten Jahr organisieren die Mitarbeitenden rund 250 Kurse, Schulungen und Seminare.

Die IT-Experten des RWTÜV führen erste Sicherheitsanalysen und Beratungen zum Thema Datensicherheit in der Informationstechnik für externe Kunden durch.

Bild: Computerarbeitsplatz in den 1980er/1990er Jahren

1990-2005
1990

Mit dem Ende der SED-Diktatur 1989/90 entstehen auch in Ostdeutschland wieder TÜV. TÜV Hannover unterstützt die Gründung von TÜV Sachsen-Anhalt e.V., der am 9. Mai 1990 aus den früheren TÜ-Dienststellen Magdeburg und Halle hervorgeht. Am 18. Juli 1990 erfolgt die Eintragung von TÜV NORD e.V. in das Vereinsregister der Stadt Rostock.

1992

1992 erfolgt die Fusion der Vereine aus Hannover und Magdeburg zu TÜV Hannover/Sachsen-Anhalt. Zum Jahresbeginn 1993 schliessen sich die Vereine TÜV Norddeutschland (Hamburg) und TÜV Nord (Rostock) zusammen und nehmen im Juli TÜV Nord als gemeinsamen Namen an.

TÜV Hannover/Sachsen-Anhalt sowie TÜV Nord machen Anfang der 1990er-Jahre jeweils etwa 300 Millionen D-Mark Umsatz.

1997

TÜV Hannover/Sachsen-Anhalt und TÜV Nord vereinbaren 1997 ihren Zusammenschluss zur TÜV NORD GRUPPE. Im Fusionsunternehmen arbeiten zum Start über 4.000 Mitarbeitende in mehr als 200 Fachgebieten. Im Bereich Energietechnik ist die TÜV NORD GRUPPE der größte sachverständige Dienstleister der Bundesrepublik: Es entsteht ein neues Schwergewicht auf dem Gebiet der Technischen Überwachung.

Bild: Das neue Logo der TÜV NORD GRUPPE: Zeichen der Gemeinschaft und Symbol für vielfältige Dienstleistungen

 

2004

Am 1. September 2004 erfolgt die Fusion mit dem Essener RWTÜV.

2005

Seit Aufnahme der Zertifizierung im Jahr 1991 erteilt der RWTÜV weltweit rund 13.500 Zertifikate.

2005-2019
2005

Nach der Fusion mit dem Essener RWTÜV beginnt für die TÜV NORD GRUPPE eine enorm erfolgreiche Zeit: Über mehrere Jahre kann der Konzern Umsatz und Ertrag signifikant steigern. Bereits im ersten gemeinsamen Geschäftsjahr 2005 wird die Umsatzrendite auf vier Prozent und somit 24,2 Millionen Euro erhöht.

2007

Die TÜV NORD GRUPPE erwirbt die Essener DMT GmbH, einen global agierenden Ingenieurdienstleister, der vor allem in der Rohstoff-Exploration, Kokereitechnik und im Bergbau-Consulting aktiv ist. Mit der Übernahme erfolgt die Gründung des Geschäftsbereichs Rohstoffe.

Bild: DMT Logo

2009

In der Weltwirtschaftskrise 2008/09 erweist sich die TÜV NORD GRUPPE als äußerst krisenresistent. Das Geschäftsjahr 2008 wird mit einem Umsatzplus von rund 13 Prozent abgeschlossen. Auf dem Höhepunkt der Krise 2009 erzielt das Unternehmen ebenfalls Gewinn und stellt über 400 neue Mitarbeitende ein.

2011

TÜV NORD überspringt im Jahr 2011 erstmals die Umsatzmilliarde. Mit der Übernahme von Alter Technology gelingt zudem eine strategisch wichtige Akquise: das spanische Unternehmen gehört zu den Weltmarktführern bei der Auswahl, Beschaffung, Prüfung, Zertifizierung und Modifizierung hochzuverlässiger Elektronikkomponenten für die Luft- und Raumfahrt und begründet bei TÜV NORD den Geschäftsbereich Aerospace.

Bild: Im Labor von Alter Technology

2015

Zu Beginn des Jahres 2015 wird TÜViT ein eigenständiger Geschäftsbereich. Die Entscheidung unterstreicht abermals die große Bedeutung, die TÜV NORD den Themen IT-Security und Digitalisierung beimisst.

Bild: Logo TÜViT

2015

Zu Beginn des Jahres 2015 wird TÜViT ein eigenständiger Geschäftsbereich. Die Entscheidung unterstreicht abermals die große Bedeutung, die TÜV NORD den Themen IT-Security und Digitalisierung beimisst.

Die Strategie 2020plus wird vorgestellt; sie beschreibt die Konzernausrichtung von TÜV NORD bis in das nächste Jahrzehnt. In die Erarbeitung sind alle Abteilungen eingebunden. In Zukunftswerkstätten reflektieren die Mitarbeitenden globale Megatrends wie Digitalisierung und Industrie 4.0 auf ihre Relevanz für das globale Geschäft von TÜV NORD und erarbeiten Ansätze für neue Dienstleistungen.

Bild: Das intelligente Netz bringt alle Beteiligen am Stromkreislauf zusammen und speichert zudem Energie.

2016

Im Dezember 2016 übernimmt Dr. Dirk Stenkamp planmäßig den Vorstandsvorsitz von Dr. Guido Rettig. „In der digitalisierten und vernetzten Welt“, so Stenkamp beim Antritt seines Vorstandsmandats, „wollen wir unseren Kunden auch in Zukunft Beiträge für ihren Erfolg liefern. Exakt darauf haben wir unsere Strategie ausgerichtet.“

Bild: Der Vorstand der TÜV NORD AG, seit 2016

2017

TÜV NORD ruft die Digital Academy ins Leben. Ziel der Initiative unter Schirmherrschaft von Personalvorstand Harald Reutter ist es, überall im Konzern Digitalisierungspotenziale zu identifizieren und zu nutzen.

Bild: Das Logo der Digital Academy, 2017

2019

TÜV NORD feiert sein 150-jähriges Bestehen mit einer vielseitigen und international ausgerichteten Jubiläumskampagne.

Über 150 Jahre haben Sachverständige und Experten bei TÜV NORD und bei den Vorläufervereinen das Konzept der technischen Sicherheit immer wieder neu an die Lebenswirklichkeit der Menschen angepasst. Während Tätigkeitsfelder, Normen und Prüfmethoden einem stetigen Wandel unterworfen waren, bleibt die Idee aus der Gründungszeit bestehen: Die Welt sicherer machen.

Bild: Jubiläumslogo "150 Jahre", 2019

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