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14. September 2016 | Mobilität

Die Betriebsgröße ist ein entscheidender Faktor hinsichtlich der betriebswirtschaftlichen Tragfähigkeit von Lackier- und Karosseriebetrieben. In Zukunft wird es bei tendenziell stagnierendem Branchenumsatz und rückläufiger Rendite weniger Betriebe geben. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie, die das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) im Auftrag von TÜV NORD unter dem Titel „Bunt aber auch profitabel?“ veröffentlicht hat. Die Inhalte der Studie sind auf der Automechanika in Frankfurt vorgestellt worden.

 

Derzeit werden pro Jahr zwölf Millionen Schäden an Kraftfahrzeugen gezählt, von denen aber nur ein knappes Drittel in Kfz-Werkstätten und Karosserie-Fachbetrieben repariert wird. Dabei werden Umsätze in Höhe von 19,1 Mrd. Euro generiert. Technische Entwicklungen, die politischen Entscheidungsträger, gesellschaftliche Umbrüche hinsichtlich des Mobilitätsverhaltens, aber auch die Strategien der Automobilhersteller bei Fertigung und Instandsetzung sowie die Bestrebungen der Kfz-Versicherer zur Senkung der Schadenaufwendungen werden das künftige Marktvolumen in beträchtlichem Maße beeinflussen.

 

Bis zum Jahr 2030 ist beim Auftragspotential maximal von einem Wachstum von derzeit 4,1 Mio. Euro auf 4,4 Mio. Euro Lack- und Karosserieinstandsetzungen auszugehen. Bei ungünstigen Rand- bedingungen ist sogar ein Rückgang auf 3,8 Mio. Aufträge möglich mit dann nur noch 18,4 Mrd. Euro Umsatz.

Laut Studie wird es zu einer Konsolidierung des Marktes kommen mit weniger Betrieben bei gleichzeitiger steigender Beschäftigtenzahl pro Unternehmen. „Neben größeren Betriebseinheiten wird die Prozessoptimierung eine wichtige Aufgabe zur Verbesserung der betriebswirtschaftlichen Ergebnisse. Hier werden digitale Prozesse im Schadenmanagement und in der Auftragsabwicklung eine zentrale Rolle spielen“, so Hartmut Abeln, Geschäftsführer von TÜV NORD Mobilität.

Zusätzlich wird es notwendig sein, Kompetenz zur Integration neuer Medien aufzubauen, die in den internen Prozessen aber auch in der Kommunikation mit dem Kunden zum Einsatz kommen.

Schließlich ist die Sicherstellung der Finanzierung von Investitionen, die für eine zeitgemäße Betriebsausstattung hinsichtlich neuer Reparatur-methoden nötig werden, anzuraten.

Dirk Helmold, Leiter Vertrieb und Marketing bei TÜV NORD Mobilität, erläutert: „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Unternehmen der Branche bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe als Partner zu unterstützen. Mit Prof. Dr. Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft, haben wir einen profunden Kenner der Thematik gefunden, der mit den Ergebnissen der Studie der Branche Hilfestellung bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen geben kann.“

Die Markststudie Schadenmanagement 2016 „Bunt aber auch profitabel?“ wurde vom IFA Institut im Auftrag von TÜV NORD Mobilität anlässlich der Automechanika 2016 erstellt. (TÜV NORD, Halle 9, Stand F70)

 

 

 

Rainer Camen

Konzern-Kommunikation

+49 201 825-2331

rcamen@tuev-nord.de

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