Drei Monate nach Abschaltung der letzten Kernkraftwerke in Deutschland: TÜV NORD-Experte erklärt Rückbau

So funktioniert der Rückbau – Podcast und Artikel im TÜV NORD Onlinemagazin #explore

Drei Monate nachdem mit Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2 die letzten deutschen Kernkraftwerke vom Netz gingen, sind die Stilllegung und die Entsorgung mehr denn je in den Fokus gerückt. Wie genau der Rückbau funktioniert und wie lange er dauern wird, erklärt Detlef Beltz, Leiter Stilllegung und Abbau bei TÜV NORD und Leiter des Ausschusses Stilllegung bei der Entsorgungskommission (ESK), einem Expert:innengremium, das das Bundesumweltministerium in Fragen der nuklearen Entsorgung berät. Die Inhalte sind zum Hören und Lesen als Podcastfolge und Artikel im Onlinemagazin #explore von TÜV NORD zu finden.

Der lange Weg zur grünen Wiese bedarf zunächst einer Genehmigung. TÜV-Sachverständige, wie Detlef Beltz, prüfen entsprechende Anträge im Auftrag der Genehmigungsbehörde. Auch dann dürfe der Betreiber nicht einfach alles abreißen, erklärt Beltz: „Alle wesentlichen Abbauvorhaben erfordern eine Zustimmung der Behörde und werden gutachterlich von uns geprüft: Wir kontrollieren beispielsweise vor Ort, ob der Strahlenschutz gewährleistet ist und ob etwa die Krananlagen sicher und zuverlässig funktionieren. Auch schauen wir uns an, welche konkreten Werkzeuge und Methoden für welche Abbaumaßnahmen zum Einsatz kommen sollen.“ Der TÜV NORD-Experte geht bei #explore auch darauf ein, was mit den abgebauten Materialien geschieht. Wenn sie nachweislich die geltenden Grenzwerte unterschreiten und für Mensch und Umwelt keine Gefahr darstellen würden, könnten sie zum Beispiel im Straßenbau wiederverwendet werden. TÜV NORD prüft insbesondere auch, wie mit den anfallenden radioaktiven Abfällen umgegangen wird und ob diese, nachdem sie behandelt wurden, die Bedingungen für ein Endlager erfüllen. Der Rückbau insgesamt sei ein langwieriger Prozess, der – selbst wenn alles reibungslos läuft – ohne Weiteres zehn bis 15 Jahre beanspruchen könne, macht Beltz deutlich.

Mehr dazu im Onlinemagazin #explore: Der lange Weg zur grünen Wiese | #explore (tuev-nord.de)

#explore ist eine digitale Entdeckungsreise in eine Welt, die sich in rasantem Tempo wandelt. Die zunehmende Vernetzung, innovative Technologien und die alles umfassende Digitalisierung schaffen Neues und stellen Gewohntes auf den Kopf. Doch das birgt auch Gefahren und Risiken: #explore zeigt einen sicheren Weg durch die vernetzte Welt. Das 2016 gegründete Onlinemagazin der TÜV NORD GROUP erscheint auf Deutsch sowie in einer englischen Sprachversion. Die Inhalte erstellt ein externes Redaktionsteam von STUDIOZX in enger Zusammenarbeit mit der TÜV NORD GROUP.

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