MENU
  1. Unternehmen
  2. Zahlen und Fakten
  3. Finanzbericht

Lagebericht

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell

Die TÜV NORD GROUP ist ein weltweit agierender Technologiekonzern. Seine mehr als 10.000 Mitarbeitenden stehen seit 150 Jahren für Sicherheit, Unabhängigkeit und Qualität. Sie testen, prüfen, zertifizieren, beraten und qualifizieren nach vielen weltweit gültigen technologischen Standards. So gelingt es der TÜV NORD GROUP, ihre unterschiedlichen Kundengruppen in der vernetzten Welt ganzheitlich und bestmöglich zu betreuen. Zu ihnen gehören namhafte Global Player ebenso wie regional ausgerichtete kleine und mittlere Unternehmen, Organisationen, Behörden, Institutionen und Privatkunden.

Die TÜV NORD GROUP hat ihre Tätigkeiten in sechs Geschäfts­bereiche sowie den Bereich Holding / Services gegliedert und ist im TICET-Markt (Testing, Inspection, Certification, Engineering, Training) tätig. Neben dem klassischen Prüfgeschäft werden umfangreiche Beratungs- und Schulungsdienstleistungen ange­boten. Mit den Dienstleistungen in den Bereichen Rohstoffe und Aerospace hat der Konzern ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche.

  • Die Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen des Geschäfts­bereichs Industrie Service umfassen sowohl spezifische Einzelprüfungen als auch sicherheitstechnische Bewertungen komplexer Anlagen.
  • Der Geschäftsbereich Mobilität erbringt zahlreiche Dienst­leistungen wie die Abnahme und Durchführung von Fahrzeug- und Führerscheinprüfungen bis hin zu entwicklungsbegleitenden Prüf- und Beratungsleistungen für die Automobil- und Zulieferindustrie.
  • Der Geschäftsbereich Rohstoffe bietet Engineering-Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Rohstofferkundung, Bergbau, Anlagenbau, Bau und Infrastruktur, Produktprüfung und Gebäudesicherheit sowie industrielle Prüf- und Messtechnik an.
  • Das Dienstleistungsangebot des Geschäftsbereichs Bildung beinhaltet die Qualifizierung und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften ebenso wie öffentlich geförderte Schulungsmaßnahmen.
  • Der Geschäftsbereich Aerospace befasst sich mit der Beschaffung, Modifizierung, Prüfung und Zertifizierung von Elektronikkomponenten für die Luft- und Raumfahrtindustrie.
  • Schwerpunkte der Tätigkeit des Geschäftsbereichs IT sind die IT-Security-Evaluierungsdienstleistungen für Soft- und Hardware nach dem Common-Criteria-Prüfschema sowie Test- und Zertifizierungsdienstleistungen für IT-Infrastrukturen zum Nachweis der Sicherheit und Verfügbarkeit von Rechenzentren und Cloud-Anbietern.

Zum 31. Dezember 2018 werden mit der Führungsgesellschaft TÜV NORD AG, die als Management-Holding fungiert, 84 Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen, davon 39 im Inland und 45 im Ausland. Der Konzernabschluss der TÜV NORD AG bezieht alle wesentlichen Tochterunternehmen im In- und Ausland ein, die von der TÜV NORD AG direkt oder indirekt beherrscht werden.

 

 

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene ­Rahmenbedingungen

Zu Beginn des Jahres 2019 sind die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Weltkonjunktur groß. Das über dem Vorjahresniveau liegende Wachstum der Weltwirtschaft von 3,8 % im Jahr 2018 (2017: 3,4 %) war insbesondere durch die bis zum Sommer anhaltende globale Expansion der Produktion getrieben, die ab der zweiten Jahreshälfte deutlich nachgelassen hat. Zum einen stellten sich die finanziellen Rahmenbedingungen für die Schwellenländer aufgrund eines Rückzugs von internationalen Investoren schlechter dar; in der Türkei und in Argentinien nahm diese Entwicklung krisenhafte Ausmaße an. Zum anderen beeinträchtigten laufende Handelskonflikte die Entwicklung.

Schon seit Beginn des Jahres 2018 sind die Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zwischen den Ländern größer geworden. Während die Konjunktur in den USA auch wegen des starken ­Impulses durch die dortigen Steuersenkungen und staatlichen Mehrausgaben noch einmal Fahrt aufgenommen hat und das Wachstum in Indien weiter zulegte, hat die Konjunktur in China und im Euroraum an Fahrt verloren. Besonders deutlich war die Verlangsamung in Frankreich und in Italien zu verzeichnen.

Der Aufschwung in Deutschland setzte sich 2018 fort, hat jedoch zum Jahresende deutlich nachgelassen. Eine tragende Säule war die Binnenwirtschaft, die vom starken Beschäftigungsaufbau und von niedrigen Zinsen positiv beeinflusst wurde. Das gegenüber dem Vorjahr rückläufige Wachstum betrug 1,5 % (2017: 2,2 %), was wesentlich auf eine verringerte Dynamik im Export zurückzuführen ist. Darüber hinaus wurde das konjunkturelle Bild im Sommer durch starke Produktions- und Lieferschwankungen im Automobilsektor beeinträchtigt, die im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Prüfverfahrens WLTP zum 1. September 2018 standen. Angesichts des großen Gewichts der Automobilindustrie hat sich dies gesamtwirtschaftlich bemerkbar gemacht.

Der weltweite Markt für TICET-Services wurde gemäß einer Studie von MARKETS & MARKETS für das Jahr 2017 auf 185 Mrd. US-Dollar geschätzt und soll in den nächsten Jahren sukzessive weiter wachsen. Wesentliche Wachstumsmärkte liegen im asiatischpazifischen Raum, insbesondere in China und den ebenfalls stark wachsenden Regionen Indien und Südostasien.

Europa hat mit einem Marktvolumen von ca. 47 Mrd. US-Dollar (Anteil Deutschlands rd. 30 %) weiterhin einen wesentlichen Anteil am Weltmarkt (rd. 25 %). Vergleichsweise niedrige Wachstumsraten, die u. a. auf geringes Wachstum im Kfz-Markt und den be­stehenden Fachkräftemangel zurückzuführen sind, erfordern jedoch erhöhte Investitionen in Innovationen und die Internatio­nalisierung des Geschäfts.

Als anerkannter Technologie-Dienstleister steht die TÜV NORD GROUP weltweit für Sicherheit und Vertrauen. Unabhängige Ingenieure und IT-Security-Fachleute bieten Lösungen für Sicherheit, Qualität und eine starke Position im Wettbewerb, um den zusätzlichen Anforderungen der Digitalisierung, der weltweiten Vernetzung und den immer kürzeren Produktzyklen begegnen zu können.

 

 

Geschäftsverlauf

Die TÜV NORD GROUP ist im Geschäftsjahr 2018 trotz Abschwächung der inländischen Konjunktur und intensiven Wettbewerbs auf dem deutschen TICET-Markt weiter gewachsen. Trotz der Aufwendungen für Zukunfts- und Wachstumsprojekte konnte auch das Ergebnis wiederholt leicht verbessert werden.

Die im Lagebericht 2017 und in der Prognose für 2018 angekündigten Umsatz- und Ergebnisentwicklungen wurden leicht übertroffen. Zum Umsatzwachstum haben alle Geschäftsbereiche bis auf den Geschäftsbereich Bildung beigetragen. Alle Geschäftsbereiche haben wie geplant einen positiven Ergebnisbeitrag erzielt.

Die geplanten weiteren Umsatzsteigerungen des Geschäftsbereichs Industrie Service wurden im Ausland vollständig und im Inland aufgrund des verstärkten Wettbewerbs teilweise erreicht. Im Geschäftsjahr ist wie geplant eine Ergebnissteigerung, bedingt durch operative Verbesserungen im Ausland sowie teilweise durch Kostenreduzierungen im Inland, eingetreten.

Die Strategie der deutschlandweiten Marktaufstellung sowie die Steigerungen in den Bereichen Hauptuntersuchungen sowie Schaden- und Wertgutachten wurden im Geschäftsbereich ­Mobilität konsequent weiterverfolgt. Der Geschäftsbereich weist eine er­freuliche Wachstumsrate auf und liegt erneut sowohl im Umsatz als auch bei der positiven Ergebnisentwicklung über Plan. Maßgeblich hierfür waren die verstärkte Zusammenarbeit mit Kooperations­partnern sowie Absatzsteigerungen.

Der für den Geschäftsbereich Rohstoffe erwartete leichte Umsatz- und Ergebnisanstieg wurde aufgrund der verbesserten Auftragslage im Geo- sowie im Anlagen-Engineering und im Seismikgeschäft erreicht.

Der Geschäftsbereich Bildung hat die geplante Umsatzsteigerung nicht erreicht, im Wesentlichen bedingt durch den rückläufigen Auftragseingang im Bildungsgutscheingeschäft. Das Ergebnis liegt über Plan und Vorjahr, wozu insbesondere die Umsatzsteigerung im Akademiegeschäft beigetragen hat.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Aerospace liegt auf Planniveau. Die geplante leichte Ergebnissteigerung konnte aufgrund von Projekten mit einer höheren Rendite erreicht werden.

Der Geschäftsbereich IT ist kontinuierlich gewachsen und weist ein Umsatzwachstum auf Planniveau aus. Der geplante Ergebnisrück­gang ist im Zusammenhang mit Anlaufverlusten im Beratungs­geschäft eingetreten.

Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten des Konzerns im Jahr 2018 hat nahezu Planniveau erreicht. Ursächlich für die steigende Anzahl der Mitarbeitenden sind Neueinstellungen im Zuge der geplanten Innovations- und Digitalisierungsprojekte sowie der Internatio­nalisierungs- und Wachstumsprojekte vornehmlich im Geschäfts­bereich Industrie Service.

Die im Rahmen der Strategie 2020plus beschlossenen Innovationsprojekte des Konzerns wurden 2018 planmäßig fortgeführt, um neue Dienstleistungen zu entwickeln.

Im Geschäftsjahr 2018 hat sich der Konzern im Vergleich zum ­Vorjahr wie folgt entwickelt:

  • Der Umsatz erhöhte sich um 3,8 % von Mio. € 1.184,8 auf Mio. € 1.229,5. Die Umsatzsteigerung in Höhe von Mio. € 44,7 ist im Wesentlichen auf die Geschäftsbereiche Mobilität und ­Rohstoffe zurückzuführen.
  • Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten ist um 3,5 % von Mio. € 77,5 auf Mio. € 80,2 gestiegen. Die Ergebnisverbesserung in Höhe von Mio. € 2,7 ist vornehmlich auf die Ergebnissteigerung der Geschäftsbereiche Industrie Service und Mobilität sowie auf Kosteneinsparungen im Zusammenhang mit einem konzernweiten Effizienzprojekt zurückzuführen.
  • Die Umsatzrendite, gemessen am EBIT, betrug somit wie im Vorjahr 6,5 %.
  • Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist um Mio. € 3,9 auf Mio. € 80,5 gestiegen.
  • Die Zahl der Mitarbeitenden hat sich von 10.485 auf 10.735 (Durchschnitt, umgerechnet auf Vollzeitbeschäftigte) im Jahr 2018 erhöht.

 

 

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete der TÜV NORD Konzern einen Umsatz von Mio. € 1.229,5 (2017: Mio. € 1.184,8). Die Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre (Mio. €) zeigt die folgende Abbildung:

 

 

 

Die folgende Abbildung zeigt die Aufteilung des Umsatzes nach Regionen (Mio. €):

 

 

 

Im Inland erzielte der Konzern 2018 Umsatzerlöse in Höhe von Mio. € 903,4 (2017: Mio. € 872,2). Der Umsatz des internationalen Geschäfts betrug Mio. € 326,1 (2017: Mio. € 312,6) und erreichte einen Anteil von 26,5 %.

Nach Geschäftsbereichen sowie Holding / Services gegliedert ergab sich für das Jahr 2018 folgendes Gesamtbild (in %):

 

 

 

Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich, beeinflusst durch die heterogene Marktpräsenz, die vielfältigen Produktportfolios sowie die regionale Ausrichtung.

Der Geschäftsbereich Industrie Service erwirtschaftete einen Umsatz von Mio. € 559,9 (2017: Mio. € 551,5), wobei sich das Auslands­geschäft trotz der Belastungen aus Wechselkurseffekten positiv entwickelte. In Deutschland übertraf der Umsatz mit Mio. € 361,0 leicht das Vorjahresniveau (2017: Mio. € 355,8). Zum Umsatz­anstieg im Ausland auf Mio. € 198,9 (2017: Mio. € 195,8) hat wesentlich die gute Entwicklung der Gesellschaften in China und Indien beigetragen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Mobilität lag mit Mio. € 390,5 um 6,6 % über dem Vorjahresniveau von Mio. € 366,2. Ursächlich für die Umsatzsteigerungen sind die Geschäfte mit Kooperationspartnern sowie die Realisierung von Absatzsteigerungen bei allen wesentlichen Dienstleistungen. Im Geschäftsbereich Rohstoffe wurde ein Umsatz in Höhe von Mio. € 106,5 (2017: Mio. € 96,0) erzielt, ursächlich für den Anstieg ist insbesondere der verbesserte Auftragseingang im Geo- und Anlagen-Engineering sowie im Seismikgeschäft. Der leichte Umsatz­rückgang im Geschäftsbereich Bildung auf Mio. € 101,2 (2017: Mio. € 102,1) ist im Wesentlichen bedingt durch den rückläufigen Auftragseingang im Bildungsgutscheingeschäft. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Aero­space lag mit Mio. € 47,6 über dem Vorjahres­niveau (2017: Mio. € 45,8). Der Umsatzanstieg auf Mio. € 18,6 (2017: Mio. € 17,4) im Geschäftsbereich IT resultiert insbesondere aus höheren Projektvolumina im Geschäftssegment IT-Security.

Die Konzernaufwendungen sind im Berichtsjahr um 3,5 % auf Mio. € 1.189,1 gestiegen. Der Materialaufwand hatte eine Höhe von Mio. € 216,1 nach Mio. € 198,4 im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Aufwendungen für bezogene Leistungen zurück­zuführen.

Die Personalaufwendungen sind um 1,9 % auf Mio. € 712,5 gestiegen.

Weitere Informationen zu den Aufwendungen enthält der Konzern-Anhang unter Pkt. 3. »Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und ­Verlustrechnung«.

Wie im Vorjahr haben alle Geschäftsbereiche zum positiven Ergebnis des Konzerns beigetragen. Das Vorsteuerergebnis (EBT) betrug Mio. € 80,5 und lag somit Mio. € 3,8 über dem Vorjahresergebnis von Mio. € 76,6.

Der Jahresüberschuss erreichte mit Mio. € 51,2 einen um 7,0 % höheren Wert als im Vorjahr (2017: Mio. € 47,8).

 

 

Vermögenslage

Der TÜV NORD Konzern weist solide Bilanzrelationen auf. Die Bilanzsumme stieg im Berichtsjahr auf Mio. € 924,0 (2017: Mio. € 888,4).

Das langfristige Vermögen ist von Mio. € 542,9 auf Mio. € 548,2 gestiegen. Hintergrund ist hierbei insbesondere der Anstieg des Sachanlagevermögens aufgrund der verstärkten Investitionstätigkeit. Der Deckungsgrad des langfristig gebundenen Vermögens (Eigenkapital zuzüglich Pensionsrückstellungen / langfristiges Vermögen) lag bei 112,4 % (2017: 107,9 %).

Das kurzfristige Vermögen betrug, mit einem Anteil von 40,7 % an der Bilanzsumme, Mio. € 375,8 (2017: Mio. € 345,5). Der Anstieg ist durch erhöhte Forderungsbestände begründet, die im Wesentlichen auf den gestiegenen Umsatz im letzten Quartal 2018 zurückzuführen sind. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind auf Mio. € 73,5 (2017: Mio. € 84,7) gesunken.

Zudem verfügt der Konzern über stille Reserven, vorwiegend im Immobilienbesitz und in Beteiligungen.

Das Eigenkapital liegt mit Mio. € 108,7 über dem Niveau des Vorjahres (2017: Mio. € 101,2). Die Eigenkapitalquote betrug 11,8 % (2017: 11,4 %). Aufgrund der Absenkung des Diskontierungszins­satzes der Pensionsverpflichtungen auf 1,3 % wurden 2018 versicherungsmathematische Verluste in den Sonstigen Eigenkapitalpositionen in Höhe von Mio. € 36,6 (2017: Mio. € 33,6) verrechnet, die insofern die Gesamtergebnisrechnung beeinflusst haben.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Mio. € 766,8 des Planvermögens mit den Pensionsrückstellungen saldiert (2017: Mio. € 754,3). Der nicht durch Planvermögen ausfinanzierte Teil der Rückstellung für laufende und künftige Pensionsverpflichtungen lag bei Mio. € 507,2 (2017: Mio. € 484,9). Ursächlich für den Anstieg ist die Absenkung des Diskontierungszinssatzes der Pensionsrück­stellungen sowie die Anpassung der Heubeck-Sterbetafeln.

Die Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen wurde um Mio. € 9,9 auf Mio. € 783,0 erhöht. Durch die Zuführung konnte die Rückdeckungsquote der Pensionsrückstellungen im Vergleich zum Vorjahr, bereinigt um Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes, erneut gesteigert werden.

Weitere Informationen zur Vermögenslage enthält der Konzern-Anhang unter Pkt. 5. »Erläuterungen zur Konzern-Bilanz«.

 

 

Finanzlage

Ungeachtet der hohen Investitionen und Aufwendungen für Innovationen und Digitalisierungsprojekte weist der TÜV NORD Konzern auch zum 31. Dezember 2018 eine positive Nettofinanzposition aus und ist damit zum Stichtag nicht verschuldet. Die vorrangigen Ziele der konservativen Finanzstrategie des Konzerns sind wie in den Vorjahren der Erhalt des guten Ratings und die Gewährleistung einer angemessenen Liquidität zur bedarfsgerechten zentralen Finanzierung aller Konzerngesellschaften. Die Sicherung einer weitreichenden finanziellen Flexibilität und das transparente Risiko- und Chancenmanagement sind weitere wesentliche Säulen der Finanzstrategie.

Der TÜV NORD Konzern hat im Berichtsjahr von der Deutschen Bundesbank nach Untersuchung maßgeblicher Finanzkennzahlen wie Rentabilität, Innenfinanzierungskraft, Liquidität und Kapitalstruktur auf Basis testierter Jahresabschlusszahlen seit der ersten Prüfung 2007 zum 12. Mal in ununterbrochener Folge das Prädikat »Notenbankfähig« verliehen bekommen. Der Konzern gehört damit zu den kreditwürdigen Unternehmen, deren Verbindlich­keiten von Geschäftsbanken als Sicherheit bei der Deutschen Bundes­bank hinterlegt werden können. Dies sichert der TÜV NORD GROUP eine privilegierte Position beim Zugang zu finanziellen Ressourcen.

Der Cashflow (siehe »Konzern-Kapitalflussrechnung«) betrug Mio. € 65,9 und wurde im Wesentlichen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen und für die Rückdeckung der Pensionsrückstellungen verwendet. Das Investitionsvolumen ohne Unternehmensakquisitionen lag im Geschäftsjahr bei Mio. € 57,6 (2017: Mio. € 43,0). Davon entfielen Mio. € 51,8 auf die inländischen und Mio. € 5,8 auf die ausländischen Gesellschaften. Im Fokus standen der Bau von Immobilien in Hamburg, Sach­investitionen in Prüfausrüstungen, in den Fuhrpark sowie in EDV-Hard- und -Software. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Zahlungsverpflichtungen aus Investitionen. Im Geschäftsjahr gab der Konzern insgesamt Mio. € 2,2 für Unternehmens- und Beteiligungserwerbe aus (2017: Mio. € 6,7). Alle Projekte wurden nach wertschaffenden Kriterien beurteilt. Dabei wurde jedes potenzielle Akquisitions- oder Investitionsprojekt sowohl hinsichtlich seiner Rendite als auch seiner Auswirkungen auf die Konzern-Bilanz geprüft und analysiert.

Die Nettofinanzposition des Konzerns betrug zum Jahresende Mio. € 21,9 und lag aufgrund der hohen Investitionen unter dem Vor­jahresniveau (2017: Mio. € 32,9).

Die bestehende Konsortialkreditlinie in Höhe von Mio. € 100,0 wurde zum 31. Dezember 2018 nicht in Anspruch genommen.

Der Konzern war im Geschäftsjahr 2018 jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

 

 

Gesamtaussage zur Lage

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Lage ist die TÜV NORD GROUP mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden. Ungeachtet des sehr guten operativen Ergebnisses des Konzerns werden weiterhin alle Anstrengungen unternommen, eine Optimierung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage zu erzielen. Die TÜV NORD GROUP geht auch für die Zukunft von einer stabilen Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage aus.

 

 

NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Innovationen

Die TÜV NORD GROUP befindet sich mitten im digitalen Wandel. Dies hat einen erheblichen Einfluss auf das Geschäft. Die wachsende Vernetzung in einer digitalisierten Welt bringt neue Chancen und Herausforderungen. Um diese nutzen bzw. meistern zu können, sind eine lebendige und zielgerichtete Innovationskultur, die gezielte Innovationsförderung und ein etabliertes und aktives Innovationsmanagement die Basis zum Erfolg. Insofern sind Digitalisierung und Innovation wesentliche Treiber für das Wachstum der TÜV NORD GROUP.

Das Know-how der TÜV NORD-Mitarbeitenden und die internationale Präsenz bilden die beste Grundlage für die digitale Transformation und den Innovationsprozess des Konzerns, um den Erfolg der Kunden der TÜV NORD GROUP im digitalen Zeitalter zu unterstützen. Die TÜV NORD GROUP engagiert sich zu diesem Zweck auch an Universitäten und kooperiert mit Forschungsinstitutionen. Darüber hinaus sind Mitarbeitende der TÜV NORD GROUP in allen rele­vanten Gremien der Entwicklung von nationalen und internationalen branchenrelevanten Regelwerken präsent.

Der notwendige Kulturwandel wird mit der Digital Academy aktiv aus dem Unternehmen heraus vorangetrieben. Das erfolgreiche Programm ist im zweiten Jahr und hat auch über die TÜV NORD GROUP hinaus großes Interesse geweckt. Annähernd 20 Digitali­sierungsprojekte sind bereits aus der Digital Academy hervor­gegangen und werden umgesetzt oder sind bereits abgeschlossen. Mitarbeitende aus allen Geschäftsbereichen wurden zu Digital Experts ausgebildet und erfolgreich wieder ins operative Geschäft integriert. Aufgrund des Erfolgs und der Nachfrage wird die TÜV NORD GROUP im Jahr 2019 die Digital Academy ihren Kunden anbieten.

Im Geschäftsjahr wurden in den einzelnen Geschäftsbereichen z. B. folgende Projekte umgesetzt:

Auf dem Gebiet der additiven Fertigung (3-D-Druck) wurde im Geschäftsbereich Industrie Service ein Projekt zur Eigenschaftsbestimmung von Metallpulver durchgeführt. Ferner wurden ­Erkenntnisse zur Zulassung von additiv produzierten Druckbehältern gewonnen. Das Thema »Remote« behielt auch 2018 seinen hohen Stellenwert. Mit der aktiven Vermarktung und dem Ausbau des Digital Monitoring System ist der Geschäftsbereich Industrie Service nun in der Lage, seinen Kunden eine kontinuierliche Anlagen­überwachung rund um die Uhr anzubieten. Für diesen innovativen Ansatz wurde TÜV NORD Systems Anfang des Jahres 2019 mit dem Deutschen Exzellenz-Preis in der Kategorie »Digitale Services B2B« ausgezeichnet. Im Bereich Remote Audit wurden Feldversuche unternommen, um den Kunden optimale Bedingungen bei sinkenden Aufwänden anbieten zu können.

Im Geschäftsbereich Mobilität erfolgt die ganzheitliche Weiterentwicklung amtlicher Dienstleistungen in eigens dafür eingerichteten Arbeitsgemeinschaften bzw. Gesellschaften. Fahrzeugdaten in Auto­häusern und Werkstätten werden künftig durch die Nutzung von Scanner- und Spracherkennungssystemen automatisiert über- und aufgenommen. Im Ergebnis liefert das Digitalisierungsprojekt einen optimierten Prozess mit höherer Transparenz für den Kunden. Mit der Einführung des TÜV NORD SofortGutachtens im Jahr 2018 digitalisiert TÜV NORD das Schadengutachtengeschäft und positioniert sich als First Mover in dem Markt der Fahrzeugbewertung. Die eingesetzte Remote-Technologie ermöglicht eine schnelle und flächendeckende Verfügbarkeit der Leistung. Im Rahmen definierter Teilprojekte und intensiver Gremienarbeit zum automatisierten und vernetzten Fahren entwickelt TÜV NORD Prüfanforderungen sowie Anforderungen an Security und Safety. TÜV NORD ist an der Erarbeitung von Leitlinien für die Typprüfung und Testverfahren mit dem Ziel der Straßenzulassung beteiligt und in den Aufbau von Testfeldern für automatisierte Fahrfunktionen eingebunden.

Auch im Geschäftsbereich Bildung setzt sich der Trend zur Digitalisierung fort und die Bedeutung von Weiterbildung und lebenslangem Lernen steigt. Der Fokus liegt auf Blended Learning – eine Mischform aus Präsenzlernen und Selbststudium – sowie auf dem Ausbau der Lernplattform proJobTraining. Außerdem kommt die simulationsgestützte Ausbildung zum Berufskraftfahrer und Triebfahrzeugführer mithilfe der Virtual-Reality- oder der Augmented-Reality-Brille zum Einsatz.

Der Geschäftsbereich Rohstoffe führte auch im Jahr 2018 viele unter­schiedliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch. Zahlreiche Projekte sind fokussiert auf die Themenfelder Geo­technik, Energieverteilung und Energiespeicherung, neue Abbau- und Nutzungskonzepte im Bergbau, nukleare Endlagerung, Herkunftsnachweise für Rohstoffe, intelligente Sensornetzwerke, Modell­technik und Prozesssteuerung im Bergbau. Besonders herauszuheben ist die Mitwirkung von DMT als Core-Partner in der Knowledge and Innovation Community EIT RawMaterials des European Institute of Innovation & Technology sowie vieler weiterer Förderplatt­formen, wie z. B. mFUND, dem Modernitätsfonds des Ministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI), sowie EU Interreg und RFCS (Research Fund for Coal and Steel). Insgesamt konnten 2018 im Rahmen der F&E-Förderung Projektmittel in Höhe von knapp Mio. € 2 eingeworben werden.

Im Geschäftsbereich Aerospace wird das Projekt für die spezialisierte Informations-, Bestell- und Serviceplattform weiter umgesetzt. Im Rahmen dieses Big-Data-Projekts werden technische Schlüsseldaten für Kunden und Partner zur Verfügung gestellt. Über 1.100 Anwender sind bereits registriert. Ein weiteres Innovationsprojekt ist die Entwicklung eines virtuellen Labors, das den Kunden erlaubt, Testprozesse zu beobachten und in Echtzeit mitzugestalten. Darüber hinaus arbeiten die Unternehmen des Geschäftsbereichs in der Energietechnologie für Halbleiter in Hochzuverlässigkeitsanwendungen, Automobilanwendungen und anderen industriellen Anwendungen. Außerdem werden Photonik-Technologien ent­wickelt, die beim Quantencomputing und in der Quantenkommunikation eingesetzt werden. Beide Technologien gelten als Säulen der nächsten technologischen Revolution.

Der Geschäftsbereich IT untersucht gezielt das disruptive Potenzial neuer Technologien, z. B. Blockchain und künstliche Intelligenz (KI) zur Identifikation neuer Geschäftsfelder. TÜViT ist Mitglied im Arbeitsausschuss Künstliche Intelligenz des Deutschen Instituts für Normung (DIN) mit dem Ziel, die Entwicklung von Normen und Standards im KI-Umfeld beeinflussen zu können und frühzeitig entsprechende Dienstleistungen zu entwickeln. Während das Internet der Dinge im Rahmen der Digitalisierung und Vernetzung zunehmend an Bedeutung gewinnt, werden Sicherheitsaspekte bei der Herstellung von IT-Produkten und -Systemen bislang nur unzureichend berücksichtigt. Der Geschäftsbereich IT beteiligt sich daher aktiv an der Erstellung von Schutzprofilen, Sicherheitskonzepten und technischen Richtlinien im Bereich Internet der Dinge, welche die Basis für künftige, innovative Dienstleistungen darstellen.

 

 

Mitarbeitende

Der TÜV NORD GROUP ist es ein wichtiges Anliegen, den Mitarbeitenden die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Die familienbewusste Personalpolitik spiegelt sich u. a. in flexiblen Arbeitszeiten, Ferienangeboten für Kinder sowie Beratungs­möglichkeiten bei besonderen Herausforderungen wie z. B. bei der Betreuung von Angehörigen wider. Bereits seit 2009 sind die TÜV NORD AG und viele ihrer Tochtergesellschaften nach dem »audit berufundfamilie« zertifiziert. Im Geschäftsjahr 2018 wurde die Re-Auditierung dieses Zertifikats erfolgreich abgeschlossen. Zum ersten Mal wurde die TÜV NORD GROUP als Konzern auditiert und damit die einzelnen Zertifikate der Gesellschaften zu einem Konzernzertifikat zusammengeführt.

Das 2017 gestartete Gender Balance Programm wurde auch 2018 fortgeführt. Im Geschäftsjahr 2017 wurden bereits erste Maßnahmen implementiert, die darauf abzielen, Hindernisse auf den Karrierepfaden abzubauen, Frauen und Männer in technischen Berufen gleichermaßen zu fördern sowie ausgewogene Geschlechteranteile in der Belegschaft der TÜV NORD GROUP sowie in den Führungsebenen herzustellen. Weitere Teilprojekte konnten im Geschäftsjahr 2018 umgesetzt werden. So wurde beispielsweise ein Talent-Relationship-Management-Ansatz konzipiert. Der hier ­integrierte externe Talentpool wird mit einem ausgewogenen Anteil an Kandidatinnen und Kandidaten aufgebaut, die der Zielgruppe des Unternehmens entsprechen. Die Aufnahme des Bausteins »Gender und Sprache« in das Corporate Wording unterstreicht die Absicht einer fortan geschlechterneutralen Sprache in der gesamten Unternehmenskommunikation. Im Geschäftsjahr 2019 werden die Zielsetzungen des Gender Balance Programms als Teil eines neuen Diversity-Projekts weiterverfolgt.

Eine Gender Balance trägt gleichfalls zur Attraktivität der TÜV NORD GROUP als Arbeitgeber bei. Gute Bewerberinnen sollen ebenso angesprochen werden wie gute Bewerber. Der Konzern ist insbesondere für Absolventinnen und Absolventen der Ingenieur- sowie Naturwissenschaften ein interessanter und attraktiver Arbeitgeber. Für Young Professionals und Studierende gehört der Konzern laut der Universum-Studie zu den »TOP 100 Arbeitgebern«. Eine weitere Auszeichnung ähnlicher Art erhielt die TÜV NORD GROUP auch von Kununu als »Top Company«. Die TÜV NORD GROUP steht zudem als Arbeitgeber für eine offene und authentische Kommunikation in der Öffentlichkeit. Das seit 2012 erhaltene Kununu-Gütesiegel »Open Company« bestätigt die erfolgreiche Umsetzung dieses Leitbilds.

Um diese Werte aufzugreifen und weiterzuentwickeln wurde im Geschäftsjahr 2017 erneut eine weltweite Online-Mitarbeiter­befragung durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2018 konnten konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt werden. Die erneute Mitarbeiterbefragung zielte darauf ab, den Erfolg der Maßnahmen zu überprüfen, die nach der ersten Mitarbeiter­befragung im Jahr 2014 abgeleitet wurden. Außerdem wurden neue Fragen, z. B. zu den Themengebieten Innovation und Digitalisierung, aufgenommen. Die Beteiligung an der Mitarbeiterbefragung lag mit 6.593 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei 63,5 % der Gesamtbelegschaft und somit noch einmal deutlich höher als 2014 (57,2 %). Beim wichtigsten Parameter, dem sog. Engagement Index, der die Verbundenheit mit dem Unternehmen ausdrückt, konnte das hohe Niveau der Vorbefragung gehalten werden.

In den in- und ausländischen Konzerngesellschaften der TÜV NORD GROUP waren zum 31. Dezember 2018 im Durchschnitt, um­gerechnet auf Vollzeitbeschäftigte, 10.735 Mitarbeitende gegenüber 10.485 im Vorjahr beschäftigt.

Einschließlich der von den Vereinen gestellten Sachverständigen betrug die durchschnittliche Zahl der Vollzeitbeschäftigten 10.780 (2017: 10.539). Zum Stichtag 31. Dezember 2018 betrug die Zahl der Mitarbeitenden 13.693 nach Köpfen. Der Frauenanteil im Konzern belief sich auf ca. 28 %.

In Deutschland sind 7.665 Mitarbeitende tätig. Die Anzahl der Beschäftigten im Ausland ist 2018 auf 3.115 gestiegen. Der größte Geschäftsbereich ist der Geschäftsbereich Industrie Service mit 5.768 Mitarbeitenden im In- und Ausland, gefolgt vom Geschäftsbereich Mobilität mit 2.660 Beschäftigten.

Mit der dualen Berufsausbildung sowie ausbildungs- und praxisintegrierten dualen Studiengängen bietet der Konzern attraktive Einstiegsmöglichkeiten für Schul- und Studienabsolventinnen und -absolventen an. Mit Erfolg: Im Jahr 2018 wurde ein Auszubildender als landesbester Fachinformatiker für Systemintegration ausgezeichnet.

Rund 40 Nachwuchskräfte bereiten sich im Rahmen ihres praxis­integrierten dualen Studiums auf ihre künftige verantwortungsvolle Position in der TÜV NORD GROUP vor. Der Schwerpunkt hierbei lag im Geschäftsjahr 2018 mit sechs Neueinstellungen im Bereich (angewandte) Informatik. Die Ausbildung sowie das duale Studium werden in verschiedenen Modellen an vielen Standorten innerhalb Deutschlands angeboten.

Darüber hinaus fördert die TÜV NORD GROUP seit 2008 Studierende aus dem In- und Ausland mithilfe überregionaler Partnerschaften mit akademischen Einrichtungen. Zu den Partnern gehören die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sowie die Technische Universität Braunschweig.

Seit 2014 fördert die TÜV NORD GROUP in Kooperation mit der START-Stiftung Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Das START-Stipendium ermöglicht beispielsweise durch Projekte und Weiterbildungsmöglichkeiten den Ausbau ihrer individuellen Fähigkeiten und Talente.

Das Know-how und der technische Sachverstand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden die Grundlage für den langfristigen Erfolg der TÜV NORD GROUP. Ein umfassendes Angebot für die Qualifizierung und Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und Führungskräfte ist dafür eine unabdingbare Voraussetzung. Die Vorbereitung auf die sogenannte digitale Transformation wird in den kommenden Jahren Schwerpunkt von Qualifizierungsmaßnahmen sein, um diesen Veränderungsprozess gemeinsam mit den Mitarbeitenden zu gestalten und somit vorhandene Chancen und Mehrwerte auszuschöpfen.

Für die Nutzung von internen und externen Schulungsangeboten wurden 2018 insgesamt Ausgaben in Höhe von Mio. € 8,0 (2017: Mio. € 7,0) getätigt. Die Förderprogramme zur Vorbereitung auf Managementaufgaben wurden weiterentwickelt und den Bedürfnissen der einzelnen Zielgruppen angepasst. Ein wichtiges Ziel dabei ist die bessere Vernetzung der Führungskräfte aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen und internationalen Gesellschaften. So wurde erstmals das neue internationale Middle-Management-Programm mit 30 Teilnehmenden aus 13 Ländern mit sehr positiven Rückmel­dungen durchgeführt, in das auch alternative Lernformen wie E-Learning und Blended Learning einflossen. Darüber hinaus wurde ein Mentoring-Programm eingeführt, mit dem vielversprechende Nachwuchskräfte von Führungskräften des Konzerns zwölf Monate lang individuell gefördert und beraten werden. Im Mittelpunkt steht hier die gezielte Weitergabe von beruflichem und persönlichem Erfahrungswissen in einer geschützten hierarchiefreien Beziehung.

Die TÜV NORD GROUP stellt im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zahlreiche Angebote zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Die Maßnahmen sind für die Mitarbeitenden kostenfrei und können nach individueller Bedarfs- und Interessenlage in Anspruch genommen werden. An vielen Standorten werden darüber hinaus unterschiedliche Betriebssportaktivitäten angeboten.

Die Sicherheit der Mitarbeitenden ist ein wichtiges Anliegen für die Konzernführung. Aufgrund der Vielzahl grenzüberschreitender Tätigkeiten der TÜV NORD GROUP wurde ein Konzept entwickelt, um das bisherige Travel-Risk-Management weiterzuentwickeln. Ziel ist es, durch Präventionsangebote und automatisierte Informationsprozesse Mitarbeitende bestmöglich im Hinblick auf gesundheits- und sicherheitsrelevante Aspekte bei beruflich bedingten Auslands­reisen vorzubereiten und während der Reise zu unter­stützen. Das Konzept wurde im Geschäftsjahr 2018 in zwei Gesellschaften implementiert und wird fortan getestet. Eine konzernübergreifende Ausweitung ist vorgesehen.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt in der TÜV NORD GROUP mit mehr als zehn Jahren über vergleichbaren Kennzahlen des Wettbewerbs. Dies zeigt, welch hohen Stellenwert eine Kultur für den Konzern hat, die die Loyalität zwischen den Mitarbeitenden und den Gesellschaften stärkt.

Der Vorstand dankt allen Mitarbeitenden sowie den Unter­nehmensleitungen im In- und Ausland für ihren Einsatz. Ohne ihre Leistungsbereitschaft wäre der erfolgreiche Abschluss des Geschäftsjahres nicht möglich gewesen. Ebenso gilt der Dank den Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

 

 

PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Prognose

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten, dass die Weltkonjunktur für 2019 ein deutlich abgeschwächtes Wachstum aufweisen wird. Diese Prognose ist insbesondere auf die laufenden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie den rückläufigen Wachstumstrend in China zurückzuführen. Auch für den Euroraum werden nach einem Wachstum von 1,9 % im Jahr 2018 für die beiden kommenden Jahre deutlich geringere Zuwachsraten erwartet. Der Brexit stellt hierbei das kurzfristig größte Konjunkturrisiko dar, weil sich die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen derzeit schwer abschätzen lassen. Die stark exportabhängige deutsche Wirtschaft wird gemäß aktuellen Prognosen der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute ebenfalls deutlich langsamer wachsen als in den Vorjahren. Für 2019 liegen die Wachstumsprognosen bei durchschnittlich 1,5 %, während Ende 2017 für das Jahr 2019 noch ein Anstieg des realen BIP von knapp 2,0 % erwartet wurde. Wachstumshemmend könnte sich auch eine nachlassende Binnenkonjunktur auswirken, die unter anderem durch einen zunehmenden Fachkräftemangel verursacht wird.

Wachstumstreiber im dynamischen globalen TICET-Markt ist neben der Harmonisierung von Standards und Richtlinien auch die Einführung neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen und Standards. Hinzu kommt die steigende Konsumgüternachfrage in den Schwellenländern. Auch die zunehmende Zahl von Produktrückrufaktionen sowie der Anstieg von Produktpiraterie und -plagiaten führen zu einer steigenden Nachfrage nach Prüfdienstleistungen und Zertifikaten. Demgegenüber können sich die relativ geringen Wachstumsraten auf dem inländischen und europäischen Markt, der starke Wettbewerbsdruck sowie der bestehende Fachkräftemangel negativ auf das Wachstum der europäischen Marktteilnehmer auswirken.

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die TÜV NORD GROUP somit einen moderat steigenden Umsatz, der leicht über dem Niveau des Jahres 2018 liegt. Mögliche Effekte aus Unternehmensakquisitio­nen und -verkäufen sind dabei nicht berücksichtigt. Wesentliche Wachstumstreiber sind die Geschäftsbereiche Mobilität, Rohstoffe und IT.

Die TÜV NORD GROUP rechnet weiterhin in allen Geschäftsbereichen mit positiven Ergebnisbeiträgen. Insgesamt wird ein positives ­operatives Ergebnis angestrebt, das insbesondere aufgrund von hohen Aufwendungen für Zukunftsprojekte voraussichtlich leicht unter dem operativen Niveau des Geschäftsjahres 2018 liegen wird.

Für den Geschäftsbereich Industrie Service wird sowohl im In- als auch im Ausland ein moderates organisches Umsatzwachstum in den klassischen Geschäftsfeldern erwartet. Im Auslandsgeschäft sollen insbesondere die Regionen China und Indien zum weiteren Umsatzzuwachs beitragen. Im Geschäftsjahr 2019 belasten Kosten aus Digitalisierungs- und Internationalisierungsprojekten weiterhin das Ergebnis, sodass insgesamt ein operatives Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2018 geplant ist.

Eine weiterhin positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird für den Geschäftsbereich Mobilität prognostiziert. Dies ist im Wesentlichen auf den Ausbau der Partnerorganisation sowie die Digitalisierung und Weiterentwicklung von Dienstleistungen z. B. im Bereich Schaden- und Wertgutachten zurückzuführen.

Der Geschäftsbereich Rohstoffe erwartet eine Stabilisierung des Investitionsklimas an den internationalen Rohstoffmärkten. Ein moderater Umsatz- und Ergebnisanstieg wird insbesondere im Geschäftsfeld Industrial Engineering erwartet. Gleichzeitig strebt der Geschäftsbereich eine Reduzierung der Abhängigkeit vom Rohstoffmarkt durch eine verstärkte Internationalisierung an. Hierzu werden im Rahmen von Innovationsprojekten neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt.

Der Geschäftsbereich Bildung erwartet für 2019 einen Umsatz- und Ergebnisrückgang, der sich insbesondere aus der planmäßigen Schließung des bergmännischen Schulwesens ergibt. Darüber hinaus ist auch ein leichter Rückgang im Akademiegeschäft wahrscheinlich. Das renditestarke Seminargeschäft im Bereich Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wird sich 2019 nicht in dem Umfang des Geschäftsjahres 2018 fortsetzen lassen.

Der Geschäftsbereich Aerospace plant für 2019 eine stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Einer geplanten Ausweitung von Engineering-Dienstleistungen steht ein Rückgang des Komponenten­geschäfts gegenüber, der insbesondere durch eine rückläufige Auftragsvergabe durch die ESA bedingt ist.

Der Geschäftsbereich IT plant wesentliche Umsatzsteigerungen insbesondere im Bereich IT-Security. Aufgrund relativ hoher Vorlauf­kosten wird ein stabiles Ergebnis für 2019 erwartet.

Die geplanten Umsatzsteigerungen des Konzerns gehen mit einer planmäßigen Erhöhung der Mitarbeiteranzahl für 2019 einher. Der Konzern legt einen Fokus auf die Produktivität der Mitarbeitenden, unter Beachtung der Wachstumschancen auf den Märkten im In- und Ausland. Ursächlich für die steigende Anzahl der Mitarbeitenden sind Neueinstellungen im Zuge der geplanten Innovations- und Digitalisierungsprojekte sowie der Internationalisierungs- und Wachstumsprojekte vornehmlich in den Geschäftsbereichen Industrie Service, Mobilität und IT.

Die im Rahmen der Strategie 2020plus identifizierten Innovationsprojekte sollen langfristig zum organischen Wachstum des Konzerns beitragen. Diese Projekte werden im Jahr 2019 fortgeführt, um neue Dienstleistungen zu entwickeln. Alle Geschäftsbereiche befassen sich im Rahmen der Innovationstätigkeiten mit globalen Megatrends wie z. B. Industrie 4.0, Internet der Dinge, kritische Infrastrukturen sowie Connected Car, um diese Entwicklungen in innovative und profitable Geschäftsmodelle umzusetzen.

 

 

Risiko- und Chancenmanagementsystem

Die TÜV NORD GROUP sieht sich aufgrund ihrer internationalen Positionierung vielfältigen Risiken und Chancen ausgesetzt. Das Risiko- und Chancenmanagementsystem ist deshalb ein wichtiges Element der Unternehmensführung. Dabei bilden eine frühzeitige Erkennung und eine vorausschauende Steuerung die Basis für das Risiko- und Chancenmanagement.

Regelmäßig erfolgende Analysen von Markt- und Wettbewerbsdaten (Market Intelligence) sind ein wichtiger Bestandteil des Risiko- und Chancenmanagementsystems. Um gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen frühzeitig zu identifizieren, werden Marktpotenziale laufend beobachtet. Dabei konzentriert sich die TÜV NORD GROUP sowohl auf etablierte Märkte der Industrienationen als auch auf Wachstumsmärkte der Emerging Markets. Im Risikomanagementsystem der TÜV NORD GROUP erfolgt die Erfassung und Steuerung der Risiken für die künftige Entwicklung der Geschäftsaktivitäten. Ziele des Risikomanagementsystems sind eine kontinuierliche und vollständige Erfassung der bestehenden Risikopotenziale, eine umfassende Risikozusammenfassung und -bewertung sowie die Erarbeitung effizienter Maßnahmen zur Risikoreduktion bzw. -eliminierung in allen Mehrheitsgesellschaften der TÜV NORD GROUP. Die Identifikation von Risiken erfolgt in den einzelnen Gesellschaften in einem standardisierten, IT-gestützten, periodischen Prozess jeweils zum Quartalsende. Die identifizierten Risiken werden hinsichtlich ihrer potenziellen Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten bewertet, um anschließend die Gegenmaßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung zu erarbeiten und umzusetzen. Auf der Basis der nach Gegenmaßnahmen noch bestehenden Risiken erfolgt eine Berichterstattung an das Risikomanagement der TÜV NORD GROUP. Neben der kalender­gesteuerten Berichterstattung erfolgt eine ereignisgesteuerte Berichterstattung über wesentliche und bestandsgefährdende Risiken unverzüglich als Ad-hoc-Meldung.

Die Struktur des Risikomanagementsystems ist derart ausgelegt, dass die einzelnen Risiken sowie die Auswirkungen auf den Konzern ermittelt werden, um die Risikosituation des Konzerns darstellen zu können.

Soweit erforderlich, wird für einzelne Risiken durch Rückstellungen vorgesorgt. Außerdem besitzt der Konzern ein zentralisiertes Versicherungsmanagement, das mit entsprechenden Versicherungs­verträgen die möglichen finanziellen Auswirkungen von Risiken bis auf einen definierten Selbstbehalt begrenzt.

Konzerngeschäftsleitung, Vorstand und Aufsichtsrat werden in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikolage des Konzerns und der einzelnen Geschäftsbereiche informiert. Sie erörtern umfassend die Ursachen der Risikolage und die diesbezüglich ergriffenen Maßnahmen. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird zusätzlich von der Konzernrevision überprüft und von externen Wirtschaftsprüfern beurteilt. Die Ergebnisse werden an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

 

 

Risiken und Chancen der TÜV NORD GROUP

Für den Konzern mit seinem diversifizierten Dienstleistungsangebot bestehen vielfältige Risiken und Chancen, die sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert haben.

Im Geschäftsjahr 2018 waren keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen könnten. Aus heutiger Sicht drohen auch in absehbarer Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken.

Zinsrisiken können sich im Zusammenhang mit den Pensions­verpflichtungen ergeben. Das Planvermögen zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen wird von dem 2008 gegründeten TÜV NORD PENSION TRUST e. V. treuhänderisch verwaltet. Veränderungen des Rechnungszinses in der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen können sich auf den Barwert der diskontierten Pensionsverpflichtungen auswirken und so das Eigenkapital und das Gesamtergebnis nennenswert beeinflussen.

Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für den Konzern vor. Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind so angelegt, dass aus heutiger Sicht keine wesentlichen Risiken bestehen.

Die Digitalisierung und weltweite Vernetzung mit ihren Ausprägungen wie Industrie 4.0 und autonomes Fahren sind für die TÜV NORD GROUP Chance und Herausforderung zugleich.

Für die einzelnen Geschäftsbereiche werden folgende Risiken und Chancen berichtet:

In den nächsten Jahren wird für den Geschäftsbereich Industrie Service weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung erwartet. Risiken ist der Geschäftsbereich vor allem in seinem Kernmarkt ­Europa ausgesetzt. Der starke Preiswettbewerb und der Wettbewerb um qualifiziertes Personal (Ingenieure) können sich negativ auf den Zielerreichungsgrad auswirken. Die Digitalisierung bietet neben der Verschlankung von Prozessen die Chance, den durch die demografische Entwicklung drohenden Fachkräftemangel abzumildern. In Deutschland besteht das Risiko, dass Verordnungen geändert werden, was zum Entfall bislang verpflichtender Prüfungen führen kann, und / oder dass Prüfungen statt von Sachverständigen von geringer qualifizierten befähigten Personen vorgenommen werden dürfen. Chancen zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit liegen im Angebot neuer Dienstleistungen und in der Erweiterung bestehender Dienstleistungen, z. B. wird die Marktpräsenz in den Bereichen Windenergie, Bahntechnik, Lebensmittel und Medizinprodukte international ausgerichtet. Um diese Chancen zu realisieren, wurde eine noch stärker auf Kunden fokussierte Organisationsstruktur implementiert, über die ab Januar 2019 alle Geschäftsaktivitäten innerhalb des Geschäftsbereichs weltweit einheitlich gesteuert werden. Darüber hinaus werden die Vertriebsaktivitäten des Geschäftsbereichs intensiviert. Neben dem Schwerpunkt der Akquisition nationaler und internationaler Großprojekte wird ein starker Fokus auf die Ausweitung des Cross-Selling gelegt.

Im kerntechnischen Geschäft bestehen mittel- bis langfristig Risiken durch Auftragsrückgänge in Deutschland bedingt durch die ­Novellierung des Atomgesetzes im Jahr 2011. Chancen bieten sich durch Tätigkeiten im inländischen Stilllegungs- und Entsorgungsmarkt und langfristig im Zusammenhang mit der Endlagerung. Durch die Integration der deutschen und internationalen Gesellschaften in die neue kundenfokussierte Organisationsstruktur im Bereich Nuklear eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Teilnahme an Ausschreibungen in internationalen Märkten.

Im Zertifizierungsgeschäft ist es immer wieder möglich, dass einzelne Dienstleistungen aufgrund der Änderung gesetzlicher Grundlagen entfallen oder reduziert werden. Diesem Risiko wird durch starke regionale und sektorale Diversifizierung entgegenwirkt. Unverändert besteht das Risiko, dass Akkreditierer im Falle von Regelverstößen einzelner Mitarbeitender drastische Sanktionen bis zum Entzug der Akkreditierung für bestimmte Bereiche aussprechen. Im Geschäftsbereich Industrie Service wird ein zentrales Akkreditierungsmanagement installiert, das u. a. durch interne Auditierung die Risiken minimiert. Chancen bestehen sowohl durch Prozessoptimierungen als auch durch Investitionen in die Themen Digitalisierung sowie Energiemanagement, Sozialstandards und Verbraucherschutz.

Auch für die kommenden Jahre wird eine stabile Entwicklung des Geschäftsverlaufs für den Geschäftsbereich Mobilität erwartet. Im Berichtsjahr bleibt das Risikoprofil der Gesellschaften des Geschäftsbereichs unverändert. Grundsätzlich ist die kundengruppen­orientierte Strategie des Geschäftsbereichs Mobilität darauf ausgerichtet, im Rahmen von Markt- und Wettbewerbsanalysen Branchenrisiken und Veränderungen der Marktbedingungen in den Segmenten und Regionen frühzeitig zu erkennen.

Der fortschreitende Konzentrationsprozess im Autohaus- und Werkstattbereich erfordert es, bundesweit Dienstleistungen zu erbringen. Diesem Trend wird erfolgreich durch die Etablierung einer bundesweiten Marktpräsenz mit Franchisepartnern begegnet.

Neben Kunden werden auch Mitarbeitende von Wettbewerbern stark beworben, wodurch das Risiko der Abwanderung von Leistungsträgern besteht. Gezielt werden Maßnahmen umgesetzt, um geeignete Bewerberinnen und Bewerber für offene Stellen zu finden und Leistungsträgerinnen und -träger langfristig an das Unternehmen zu binden.

Weiterhin besteht das Risiko, dass Prüftätigkeiten aufgrund fehlender Kalibriernachweise für werkstatteigene Testgeräte in Autohäusern, Werkstätten und bei Speditionen nicht durchgeführt werden können. Der fortschreitende Ausbau an Kapazitäten für Kalibrier­leistungen am Markt trägt zur Lösung dieser temporären Herausforderung bei. Um den Anforderungen des Marktes begegnen zu können, hat der Geschäftsbereich Mobilität den Aufbau eines DAkkS-akkreditierten Kalibrierlabors umgesetzt. TÜV NORD-eigene Geräte an technischen Prüfstellen werden sukzessive von eigenen TÜV NORD-Mitarbeitenden bei Fälligkeit kalibriert. Ein Risiko besteht daher im Zusammenhang mit eigenen Geräten nicht.

Konkrete Risiken für den Geschäftsbereich Mobilität sind aus dem im Geschäftsjahr 2015 aufgedeckten Abgasskandal bisher nicht erkennbar. Ein Umsatz- oder Reputationsverlust ist nicht eingetreten. Auswirkungen hat der Skandal auf den Typgenehmigungsprozess. Es wurden Prüf- und Messverfahren geändert und entsprechende Messtechnik kommt verstärkt zum Einsatz. Um die Umsetzung der Abgastypprüfung gemäß WLTP-Standard sicherzustellen, wurden erfolgreich Maßnahmen ergriffen. Seit 2018 ist zudem die Endrohrmessung bei allen Fahrzeugen wieder verpflichtend eingeführt, um eine maximale Effektivität der periodischen Abgasuntersuchung zu sichern.

Technologische Weiterentwicklungen im Fahrzeugbereich führen zu veränderten Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit. Die zunehmende Komplexität bei Geräten und Fahrzeugen bedingt, dass Produktprüfungen um eine Softwareprüfung zum Sicherheitsmanagement ergänzt werden könnten. In der Weiterentwicklung der Methoden zur Überprüfung der im Fahrzeug verbauten Systeme werden Chancen zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Bereich des Herstellergeschäfts gesehen. Weitere Chancen bieten sich durch das Angebot von Fahrzeug­bewertungen in wachsenden Gebrauchtwagenmärkten weltweit. Der Einsatz neuer Technologien und der Aufbau gezielter Kooperationen erleichtern hier den Markteintritt.

Im Geschäftsbereich Rohstoffe wird erwartet, dass sich das Investitionsklima sowohl an den internationalen Rohstoffmärkten als auch im Infrastruktur- und Anlagenbaumarkt verbessert und rohstoffnahe Dienstleistungen vermehrt nachgefragt werden. Das Projektgeschäft des Geschäftsbereichs unterliegt speziellen Komplexitätsrisiken und Risiken, die sich durch den wachsenden Wettbewerbsdruck ergeben. Neue Dienstleistungen und Produkte zur Kompensation des wegfallenden Umsatzes im deutschen Steinkohlebergbau werden im Rahmen der Innovationsprojekte entwickelt. Chancen bestehen durch eine steigende Nachfrage im Bereich Engineering, Exploration sowie Anlagen- und Produktprüfung in Deutschland. Wachstumschancen bieten der Infra­struktur- und Anlagenbaumarkt und der Explorationsmarkt in Indien.

Für die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Bildung können sich aufgrund der sinkenden Zahl arbeitsuchender Menschen auch in den nächsten Jahren Risiken ergeben durch reduzierte Beauftragungen im Bereich der öffentlich geförderten Bildung. Die Gesellschaften reduzieren das Risiko der regional unterschiedlich starken Auftragseinbrüche durch temporäre Schulungsstätten und Zulassung neuer Qualifizierungsangebote, um so den aktuellen Bedürfnissen flexibel folgen zu können. Chancen liegen künftig verstärkt auf den Tätigkeitsfeldern Gesundheit und Pflege, denn bedingt durch die demografische Entwicklung steigt der Bedarf an Pflegekräften. In den Bildungszentren für Gesundheit und Pflege werden in staatlich anerkannten Fachseminaren für Altenpflege die Ausbildung / Umschulung zur Fachkraft für Altenpflege sowie Weiterbildungen und Qualifizierungen angeboten. Das größte Risiko liegt derzeit in dem Fachkräftemangel bei anerkannten Kursleitungen im Bereich Gesundheit und Pflege. Konstanter Bedarf an Schulungen besteht in den TÜV-spezifischen Themenfeldern durch technische Entwicklungen oder Regelwerksänderungen. Hieraus ergeben sich weitere Chancen für die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Bildung.

Die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Aerospace sind teilweise abhängig von einer erfolgreichen Partnerschaft mit den Herstellern von elektronischen Komponenten. Im Markt der Satelliten­herstellung besteht ein Risiko, dass die Komponenten­hersteller mit den Satelliten- oder Systemherstellern in eine direkte Geschäfts­beziehung eintreten, dies kann einen Teil des Geschäfts beeinflussen. Um die möglichen negativen Effekte zu minimieren, wurde eine spezialisierte Informations-, Bestell- und Serviceplattform aufgebaut. Das Projekt soll die Partnerschaft mit den Komponentenherstellern verbessern und gleichzeitig eine Marketing-Plattform für Kunden bilden. Chancen zur Geschäfts­erweiterung bestehen durch verstärktes Wachstum in Europa und anderen aufstrebenden Märkten sowie durch die Erweiterung des bestehenden Dienstleistungsangebots und die Vermarktung dieser Dienstleistungen für andere Bereiche, die hohe Ausfallsicherheit erfordern.

Für die Gesellschaften des Geschäftsbereichs IT ergeben sich Risiken insbesondere aus dem stetig zunehmenden Fachkräftemangel an IT-Security-Experten. Auch im kommenden Jahr wird sich der Wettbewerb um qualifiziertes Fachpersonal weiter fortsetzen. Da ausgebildete IT-Sicherheits-Fachkräfte am Markt kaum noch zu finden sind, wird mehr in die Suche nach Mitarbeitenden mit Potenzial und in anschließende Ausbildung sowie Personalbindungsmaßnahmen investiert.

Risiken für den Geschäftsbereich IT könnten sich außerdem durch eine zunehmende Verbreitung sogenannter privater IT-Sicherheitssiegel ergeben. Konsumenten können diese Siegel nicht von offiziellen Prüfsiegeln, denen geprüfte Standards zugrunde liegen, unterscheiden. Prüftiefe und Prüfmethode sind für den Konsumenten nicht ersichtlich. Unqualifizierte Anbieter von IT-Sicherheitssiegeln vergeben diese trotz unzureichend durchgeführter Prüfungen. Erfolgreiche Cyberangriffe auf diese unzureichend geprüften Produkte und mit einem vermeintlichen »TÜV-Versprechen« ausgestatteten Produkte könnten sich negativ auf die Wahr­nehmung von IT-Sicherheitsgütesiegeln oder die Reputation der Marke TÜV auswirken. Daher ist es zwingend erforderlich, die Entwicklung entsprechender Prüfsiegel positiv zu beeinflussen und ein geeignetes Prüfschema zu entwickeln, welches den hohen Anforderungen an eine zunehmend vernetzte Umwelt gerecht werden kann. Durch erhöhte Investitionen von Unternehmen in Informations- und Cybersicherheit können sich zahlreiche Chancen für den Geschäftsbereich IT ergeben.

Weitere Chancen können sich auch durch den Gesetzesentwurf für die Schaffung einer zentralen europäischen Behörde für Cyber­security ergeben, die durch die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) repräsentiert wird. Der Geschäftsbereich IT befindet sich seit einiger Zeit im Austausch mit der ENISA und strebt eine enge Zusammenarbeit in der Zukunft an. Nach derzeitigem Kenntnisstand bekommt die ENISA die Hoheit für den Bereich IT-Security in Europa sowie über die Prüfverfahren, mit Ausnahme des Themas Hochsicherheit, welches in der Domäne der nationalen Staaten verbleibt. Somit bleiben nationale Verfahren bestehen. Das Prinzip der Konformitätsbewertung wird das Geschäftsfeld der Evaluation, auf das sich TÜViT spezialisiert hat, erweitern. Die Anzahl und Komplexität der zu zertifizierenden Produkte könnte durch die veränderten Sicherheitsanforderungen erheblich steigen.

 

 

CORPORATE GOVERNANCE

Für die effektive Umsetzung der Corporate Governance (Grundsätze der Unternehmensführung) orientiert sich die TÜV NORD GROUP an den Anforderungen, die der Deutsche Corporate Governance Kodex an kapitalmarktorientierte Unternehmen stellt. Für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle ist die Governance-Struktur deshalb konsequent am weltweit anerkannten Three-Lines-of-Defense (TLoD) Governance-Modell ausgerichtet. Mit ihren drei zusammenhängenden Verteidigungslinien der First Line of Defense (operatives Management), der Second Line of Defense (Risiko­management, Controlling, Recht, Compliance etc.) und der dritten Verteidigungslinie (Interne Revision) stellt die TÜV NORD GROUP die Ordnungsmäßigkeit aller ihrer Geschäftsprozesse und Organisationsstrukturen des Konzerns sowie die Effizienz und Effektivität ihres etablierten Internen Kontrollsystems (IKS) sicher.

Wie vom TLoD vorgegeben ist das seit mehr als zehn Jahren etablierte und mehrfach zertifizierte Compliance-Management-System (CMS) der TÜV NORD GROUP ein wesentlicher Bestandteil der Corporate Governance. Zusammen mit der Neuausrichtung von Leitbild und Werten wird effizient möglichen Risiken vorgebeugt und Schaden von der TÜV NORD GROUP abgewendet. Das zentrale CMS in der TÜV NORD AG mit einem Ansprechpartner Compliance, der Compliance-Themen und -aufgaben koordiniert, leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Der zentrale Ansprechpartner Compliance steht allen Beschäftigten als Anlaufstelle zur Verfügung. Grundlegende Bestandteile für die Sicherstellung der Corporate Governance sind angemessen ausgestaltete und eindeutige Regelungen und Bestimmungen, auf die alle Mitarbeitenden im Intranet stets Zugriff haben. Die verbindliche Festlegung von Unternehmensleitlinien und des Verhaltenskodex unterstützt die Mitarbeitenden anhand konkreter Handlungsanweisungen in ihrem gesetzeskonformen geschäftlichen Verhalten. Informationsveranstaltungen und Schulungen sensibilisieren die Mitarbeitenden für das Thema Compliance, denn die TÜV NORD GROUP strebt einen präventiven Compliance-Ansatz und eine Unternehmenskultur an, die potenzielle Regelverstöße bereits im Vorfeld durch Sensi­bilisierung und Aufklärung der Mitarbeitenden ausschließt.

Die wesentlichen Grundsätze der TÜV NORD-Compliance-Strategie sind die Einhaltung von geltendem Recht, der Respekt vor ethischen Grundwerten und nachhaltiges Handeln. Compliance und Integrität sind deshalb auch wichtige Bestandteile der Nachhaltigkeitsstrategie der TÜV NORD GROUP. Die Auswahl der Lieferanten und Geschäftspartner wird mittels des implementierten Compliance-Kodex für Lieferanten und Geschäftspartner sicher­gestellt, der damit die Grundlage für bestehende und zukünftige Geschäftsbeziehungen bildet. Mit Unterzeichnung der Vereinbarung zum Compliance-Kodex verpflichten sich die Lieferanten des Konzerns, im Sinne der TÜV NORD-Compliance-Standards zu handeln. Dazu zählen die grundlegenden Anforderungen zu Menschenrechten, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung, Umweltschutz, Produkt- und Arbeitssicherheit sowie die Einhaltung der Gesetze und der Verzicht auf Korruption.

Mitarbeitende, Geschäftspartner und Kunden haben zusätzlich die Möglichkeit, über ein zur Verschwiegenheit und Anonymität verpflichtetes Ombudsmannsystem Hinweise zu geben oder auf Verstöße gegen die Compliance-Regelungen der TÜV NORD GROUP aufmerksam zu machen. Ein renommierter Rechtsanwalt nimmt als externer Ansprechpartner Hinweise zu Gesetzes- oder Richtlinienverstößen entgegen.

Alle Corporate-Governance-Strukturen und -Prozesse werden regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft und gegebenenfalls an neue Erfordernisse angepasst. Die Einhaltung der Corporate Governance wird durch die Konzernrevision kontinuierlich auf der Basis einer risikoorientierten Auditplanung überwacht. Das implementierte Qualitätsmanagement der Konzernrevision dient der Sicherstellung von Effizienz und Effektivität bei der Durchführung der Revisionstätigkeiten. Die Wirksamkeit der eingerichteten Prozesse wird regelmäßig durch eine externe und freiwillige Auditierung gemäß DIIR-Standard bestätigt.

Das CMS ist durch externe Wirtschaftsprüfer auf der Basis des Prüfungsstandards IDW PS 980 geprüft worden. Im Prüfungsbericht wird festgestellt, dass das CMS in angemessener Art und Weise implementiert und ausgerichtet ist. Das Prüfungsurteil bestätigt, dass das CMS geeignet ist, mit hinreichender Sicherheit sowohl Risiken für wesentliche Verstöße gegen Regeln rechtzeitig zu erkennen als auch solche Regelverstöße zu verhindern.

Bewusstsein und Sensibilität hinsichtlich Compliance bei Unternehmens­führung und Beschäftigten sind konzernweit deutlich ausgeprägt. Die regelmäßigen Compliance-Anfragen der Mitarbeitenden und die dazu gegebenen Verhaltensempfehlungen im Vorfeld aktiver Geschäftshandlungen sind effektive und effiziente Präventivmaßnahmen zur Schadenverhütung. Risikoorientierte prozessinterne Kontrollen, wie z. B. ein Compliance-Check für ­Geschäftspartner, vermindern systematisch mögliche Risiken aus Compliance. Verfolgung, Sanktionierung, Auswertung und Dokumentation von Compliance-Verstößen stellen einen wesentlichen Bestandteil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses dar. Neben der kontinuierlichen aktuellen Information legt der zentrale Ansprechpartner Compliance dem Vorstand und der Konzern­geschäftsleitung den Compliance-Bericht vor. Somit werden die vorhandenen Compliance-Strukturen weiter gestärkt und die Verbindlichkeit der TÜV NORD-Compliance-Regeln im Unternehmens­alltag nachhaltig erhöht.

 

 

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG

Die TÜV NORD GROUP verfolgt eine Strategie der Diversity und strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen an1.

Der Aufsichtsrat hat bereits 2017 für den Zeitraum bis 30. Juni 2022 erneut beschlossen, dass eine Veränderung und damit eine Erhöhung des Frauenanteils für Vorstand und Aufsichtsrat nicht angestrebt wird. In beiden Gremien werden im Falle künftig erforderlich werdender Nachbesetzungen Frauen wie bisher gleichberechtigt berücksichtigt.

Die Zielgrößen wurden zum 30. Juni 2017 eingehalten bzw. übertroffen. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands wurden als Zielgröße jeweils 30 % festgelegt. Für beide Zielgrößen wurde als Umsetzungsfrist der 30. Juni 2022 verabschiedet.

Für die weiteren im Konzern betroffenen Gesellschaften sind die neuen Zielgrößen für den Frauenanteil in den Aufsichtsräten, den Geschäftsführungen und den beiden nachfolgenden Führungsebenen sowie Umsetzungsfristen fristgemäß festgelegt worden.

1) Gemäß dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sind bestimmte Gesellschaften in Deutschland verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden nachfolgenden Führungsebenen festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll.

 

 

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN

Die TÜV NORD AG ist nach § 17 AktG von TÜV Nord Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, sowie TÜV HSA Holding GmbH & Co. KG, Hannover, unmittelbar und vom TÜV Nord e. V. und TÜV Hannover / Sachsen-Anhalt e. V. mittelbar abhängig. Der Vorstand der TÜV NORD AG hat für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie für relevante Sondervorgänge im Geschäftsjahr 2018 einen Bericht gemäß § 312 AktG über die Beziehungen der Gesellschaft zur TÜV Nord Holding GmbH & Co. KG, zur TÜV HSA Holding GmbH & Co. KG, zum TÜV Nord e. V., zum TÜV Hannover / Sachsen-Anhalt e. V. und zu den verbundenen Unternehmen erstellt.

Am Schluss dieses Berichts wurde folgende Erklärung abgegeben:

»Wir erklären, dass die TÜV NORD AG bei jedem Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten hat.

Über die berichteten Aktivitäten hinaus waren keine weiteren berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte, Maßnahmen oder Unterlassungen zu verzeichnen.«

Hannover, 28. Februar 2019

TÜV NORD AG
Der Vorstand

 

 

Um Ihnen ein angenehmes Online-Erlebnis zu ermöglichen, setzen wir auf unserer Webseite Cookies ein. Durch die Zustimmung auf tuev-nord.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitergehende Informationen, z.B. wie Sie der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und Datenschutz-Einstellungen.