Die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001 hat ein Update bekommen. Die Revision der Norm, ISO 14001:2026, ist Mitte April in Kraft getreten. Unternehmen mit bestehender ISO 14001 Zertifizierung müssen an unterschiedlichen Stellen nachjustieren.

Mit der Revision der ISO 14001 erhalten Nachhaltigkeitsthemen wie Klimawandel, Biodiversität und Ressourcenverfügbarkeit größere Bedeutung. Gleichzeitig soll die ISO 14001:2026 die Integration anderer Managementsysteme vereinfachen.
Die Norm folgt nun der Harmonized Structure (HS), die mit einheitlicher Struktur und angepassten Begrifflichkeiten die Umsetzung für Unternehmen erleichtern soll. Das Amendment 1 „Climate Action Changes“, das Unternehmen bereits seit 2024 verpflichtet, Klimaschutzanforderungen in ihr Umweltmanagement einzubeziehen, wird vollständig in die Norm integriert. „Unternehmen müssen künftig den Einfluss ihrer Geschäftstätigkeit auf den Klimawandel vollumfänglich darlegen. Außerdem muss jede organisatorische oder prozessuale Veränderung auf ihre Auswirkung auf das Umweltmanagement geprüft werden“, erläutert Dr. Anette Czediwoda, Fachleiterin ISO 14001 in der Business Unit Certification bei TÜV NORD.
Managementverantwortung
Umweltschutz ist Chefsache. Das wird in der Revision der ISO 14001 deutlich: Verantwortung, Kommunikation und die Unterstützung der Verantwortlichen im Unternehmen rücken in den Fokus. Unternehmen müssen die Auswirkungen ihres Handelns transparenter machen und sicherstellen, dass die festgelegten Umweltstandards eingehalten und Verbesserungen erreicht werden. Auch Lieferanten und Dienstleister sollen im Managementsystem berücksichtigt werden. „So kann der gesamte Lebenszyklus betrachtet werden, um ein Produkt mitsamt seiner vor- und nachgelagerten Umwelteinwirkungen zu bewerten und Klimarisiken ganzheitlich entgegenwirken zu können“, so Czediwoda.
Übergangsfrist für zertifizierte Unternehmen
Für die Umstellung auf die neue Norm ist eine dreijährige Übergangsfrist vorgesehen. Damit bleibt ausreichend Zeit für Anpassungen. Dennoch ist es ratsam, frühzeitig mit der Umsetzung zu beginnen. „Wenn sich Führungskräfte und Umweltbeauftrage jetzt schon auf die Änderungen vorbereiten und ihre Dokumentation und ihre Prozesse anpassen, kann die Rezertifizierung reibungslos verlaufen“, sagt Anette Czediwoda. Zusätzlich könnten Unternehmen damit ihre Nachhaltigkeitskennzahlen verbessern und Risiken minimieren.
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