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18. Juni 2019 | Unternehmen

Essen: In diesem Jahr feiert TÜV NORD das 150-jährige Bestehen. Seit 1869 hat sich der frühere Dampfkessel-Überwachungsverein zu einem großen Technologie-Dienstleister entwickelt und steht in über 70 Ländern weltweit für Sicherheit und Vertrauen. In Essen ist TÜV NORD seit dem Jahr 1900 zu Hause und hat dort heute mit insgesamt mehr als 1.500 Mitarbeitenden einen seiner größten und vielfältigsten Standorte.

„Neue Technologien werden sich nur durchsetzen und das Vertrauen der Menschen gewinnen, wenn sie sicher sind“, sagte Dirk Stenkamp, Vorsitzender des Vorstands der TÜV NORD GROUP, auf der Jubiläumsveranstaltung in Essen. „Die Welt sicherer zu machen – dafür setzen sich unsere weltweit 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in Zukunft ein.“

Alles begann mit dem Dampfkessel

Die Geschichte von TÜV NORD begann im Jahr 1869 in Hamburg, als dort einer der ersten Dampfkessel-Überwachungsvereine (kurz: DÜV) gegründet wurde. Weitere Vereine in anderen Städten folgten dem Hamburger Beispiel und verzeichneten schon bald große Erfolge: Schäden an Dampfkesseln konnten rechtzeitig entdeckt und die Zahl der Kesselexplosionen so bis zum Ende des 19. Jahrhunderts deutlich reduziert werden.

Die zunehmende Sicherheit im Industriebereich bereitete den Weg für die Begleitung weiterer technologischer Entwicklungen. So erweiterte sich ab dem 20. Jahrhundert Stück für Stück das Aufgabenfeld der Überwachungsvereine: Elektrizitätswerke, Blitzschutzanlagen, Aufzüge und schließlich auch Kraftfahrzeuge wurden dank der DÜV-Ingenieure sicherer, ebenso wie Kraftwerke, Rolltreppen, Züge und vieles mehr. Aus den DÜV wurden TÜV (Technische Überwachungs-Vereine), die sich im Jahr 2004 schließlich zur TÜV NORD Gruppe zusammenschlossen.

Vision für die Zukunft


Heute ist die TÜV NORD GROUP weltweit ein anerkannter Vorreiter für hohe Sicherheitsstandards. Windenergieanlagen, Pipelines oder Achterbahnen werden ebenso gründlich geprüft wie Smart Meter Gateways oder Satellitenbauteile. Neuentwicklungen der Automobilindustrie werden genauso begutachtet wie Privatautos an der TÜV-STATION. Unterwasserdrohnen inspizieren Schächte und Seminare vermitteln vielfältiges – nicht nur technologisches – Know-how.

Innovationsgeist und Internationalisierung – TÜV NORD in Essen

Im Jahr 1900 entstand mit dem Essener „Zechen-Verein“ der größte Dampfkessel-Überwachungsverein im Ruhrgebiet. Er hatte sich die Verantwortung für die Sicherheit der Dampfkessel im Bergbau auf die Fahnen geschrieben. Schon früh bewiesen die Essener Ingenieure ihren ausgeprägten Innovationsgeist: Um 1930 gab es bereits eine elektrotechnische Abteilung und ein wärmewirtschaftliches Labor, die Prüfung von Schweißnähten erfolgte mittels Röntgenanlagen.

1937 wurde aus dem Zentralverband der Preußischen DÜV der „Reichsverband der Technischen Überwachungs-Vereine“ – die Geburtsstunde des TÜV. Der neue Essener TÜV, der nun Gebiete von Duisburg bis Hagen betreute, verfügte bereits über 300 Beschäftigte. Im Jahr 1969 erfolgte aufgrund des großen Zuständigkeitsgebiets die Umbenennung in Rheinisch-Westfälischer TÜV (RWTÜV). Im Jahr 2004 fusionierten der RWTÜV, mit seiner Tochtergesellschaft TÜViT, und TÜV NORD schließlich zur TÜV NORD GROUP.

Schon früh war der Essener RWTÜV auch international aktiv: 1979 wurde die erste internationale Tochtergesellschaft in London gegründet. Bis zum Ende der 1980er-Jahre gab es bereits Büros in über 20 Ländern, unter anderem in Pakistan, Indien und Ägypten.

Der TÜV NORD Campus wächst


Heute sind in Essen an verschiedenen Standorten fast alle Bereiche von TÜV NORD zu Hause. Das IT-Hardware-Labor ist weltweit das größte seiner Art, was die Anzahl an unabhängigen Prüfungen angeht. An vier TÜV-STATIONEN wird jedes Jahr eine fünfstellige Zahl von Fahrzeugen geprüft und das Institut für Fahrzeugtechnik und Mobilität hat sich zu einem der europaweiten Vorreiter in Sachen Abgasprüfungen, Reifen und Bremsen entwickelt.

Auf den Prüfständen für Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik oder zur Messung von Schallemissionen werden industrielle Prototypen untersucht; zahlreiche Sachverständige sorgen in Freizeitparks, Kraftwerken oder Chemieanlagen im Ruhrgebiet und weltweit für mehr Sicherheit. Auch die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften ist ein wichtiges Arbeitsgebiet.

Seit dem Jahr 2009 werden die Essener TÜV NORD-Standorte sukzessive auf dem Areal des Technologieparks in Essen-Frillendorf, direkt an der A40, zusammengeführt. „Am TÜV 1“ lautet seit diesem Jahr die offizielle Adresse. Bis 2021 wird der Campus mit einem neuen Zentralgebäude genügend Platz für fast alle 1.500 Essener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten.

Aktionen im Jubiläumsjahr

Unter www.tuev-nord.de/150Jahre gibt es Informationen zu allen Jubiläumsaktivitäten sowie Fotos, Videos und Aktionen rund um 150 Jahre bewegte TÜV NORD-Geschichte. Im Hoffmann und Campe Verlag ist außerdem das Buch „150 Jahre TÜV NORD – Vom Dampfkessel zur digitalen Welt“ erschienen.

Prüfung der Scheinwerfer in Essen (Foto: TÜV NORD)
Warteschlange vor der Fahrzeugprüfung in Essen, 1956. (Foto: TÜV NORD)

Über die TÜV NORD GROUP

Vor 150 Jahren gegründet, stehen wir weltweit für Sicherheit und Vertrauen. Als Wissensunternehmen haben wir die digitale Zukunft fest im Blick. Ob Ingenieurinnen, IT-Security-Experten oder Fachleute für die Mobilität der Zukunft: Wir sorgen in mehr als 70 Ländern dafür, dass unsere Kunden in der vernetzten Welt noch erfolgreicher werden.

Irena Tsagurnis

Themen:
TÜV NORD Bildung

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