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5. Februar 2019 | Mobilität

Zufrieden, aber auch mit Optimierungsvorschlägen blickten die Experten Ende Januar beim Verkehrsgerichtstag in Goslar auf die seit Mai 2014 bestehende Punktereform. Besonders beim Fahreignungsseminar zeichnet sich ein deutliches Bild der Inanspruchnehmenden ab und genau hier gilt es im Sinne der Verkehrssicherheit zu handeln.

Ein Fahreignungsseminar, bestehend aus einem psychologischen und einem pädagogischen Teil, dient Verkehrsteilnehmenden mit einem bis fünf Punkten in Flensburg zum Abbau eines Punktes. Der Besuch ist freiwillig. Außerordentlich beliebt ist das Fahreignungsseminar daher bei Personen, die ein Familienmitglied mit dem begleiteten Fahren ab 17 unterstützen möchten, denn hierfür wird unter anderem vorausgesetzt maximal einen Punkt in Flensburg zu haben. Rund 50% aller Teilnehmenden deutschlandweit nennen dies als Beweggrund.

Fahrzeugführende mit sechs oder sieben Punkten können so keinen Punkt abbauen, wodurch sich die geringe Anzahl dieser Personengruppe in Seminaren erklärt. Jedoch zählen ebendiese zur Risikogruppe im Straßenverkehr. Die Ziffer von circa 35.000 Personen im Hochrisikobereich ist trotz Anpassung des Punktesystems konstant geblieben. „Und das müssen wir im Sinne der Verkehrssicherheit ändern“, so Michael Bogus, Fachlicher Leiter der Nord-Kurs GmbH und Co. KG. „Gehen wir davon aus, dass jeder dieser 35.000 Fahrzeugführenden rund 20.000 Kilometer pro Jahr zurücklegt, liegen wir bei insgesamt 700.000.000 Kilometern Strecke in denen andere Verkehrsteilnehmende gefährdet werden.“

Nord-Kurs führt nun seit fast fünf Jahren den psychologischen Teil des Fahreignungsseminares erfolgreich durch. Qualifizierte Verkehrspsychologinnen und Verkehrspsychologen gehen hierbei individuell auf die Ursachen der Verkehrsverstöße ein und entwickeln gemeinsam mit den Betroffenen Maßnahmen um weitere Punkte zu vermeiden.

Auf großen Zuspruch traf der Vorschlag des Arbeitskreises beim Verkehrsgerichtstag, bei einem Punktekonto von einem bis fünf Punkten im freiwilligen Fahreignungsseminar zwei Punkte abbauen zu können, beim Punktestand von sechs oder sieben einen Punkt. Jedoch sollte die Teilnahme hier nicht mehr freiwillig sein, sondern angeordnet werden können. Bei betroffenen Risikofahrerinnen und Risikofahrern könnte so zielgerichtet eingegriffen, die persönliche Problematik angegangen und das Unfallrisiko im Straßenverkehr für alle Teilnehmenden reduziert werden.

Sollte man sich für diese Variante entscheiden, könnten die Neuerungen bereits 2020 in Kraft treten.

Kostenlose Servicenummer: 0800 8 883 883

www.nord-kurs.de

 

 

Über Nord-Kurs:

Als ein Unternehmen der TÜV NORD GROUP führt Nord-Kurs alle Kurs-, Seminar- und Beratungs-dienstleistungen durch, die Fahrern zur Wiederherstellung ihrer Kraftfahreignung verhelfen. Das sind insbesondere Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) sowie Schulungen nach Fahrerlaubnisverordnung.

Rainer Camen

Konzern-Kommunikation

+49 201 825-2331

rcamen@tuev-nord.de

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