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Gebäude | 28. November 2016

Hamburg: Weihnachten steht vor der Tür und viele Häuser und Wohnungsbalkone erstrahlen im Glanz der Weihnachtsdekorationen. Bunte Lichterketten, Rentier-Lampen oder Leuchtsterne – für viele gehört die stimmungsvolle Beleuchtung einfach zur Adventszeit dazu. Doch auch das Brandrisiko steigt: Laut aktuell veröffentlichter Zahlen des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gab es 2015 in der Weihnachtszeit 12.000 zusätzliche Brände. Damit die Freude an der Weihnachtsbeleuchtung lange währt und nicht durch elektrische Defekte wie Kurzschlüsse oder verärgerte Nachbarn gestört wird, gibt Kristoph Keunecke, Experte für Elektrotechnik bei TÜV NORD, Tipps zur richtigen Installation und Nutzung:

Über Vorschriften informieren: Um Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden, sollten vor Anbringen der elektrischen Dekoration Informationen über lokale Vorgaben eingeholt werden. In Städte- und Gemeindesatzungen oder in der eigenen Hausordnung lassen sich Vorschriften zur erlaubten Beleuchtungsdauer und -helligkeit finden. Wird Weihnachtsdekoration mit Ton eingesetzt, sollten auch die Vorgaben zur erlaubten Lautstärke und Nachtruhe eingehalten werden.

Auf Prüfsiegel und -zeichen achten: Beim Kauf von Weihnachtsbeleuchtungen sollten nur geprüfte Produkte im Einkaufswagen landen. Das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) oder das VDE-Prüfzeichen weisen darauf hin, dass Produkte geforderten sicherheitstechnischen Anforderungen und Standards entsprechen. Wird die Lichterkette im Freien eingesetzt, sollte zusätzlich das Kennzeichen IP 44 auf der Verpackung zu finden sein. Der IP-Code ist maßgebend für den Schutzgrad eines Gehäuses unter anderem gegen das Eindringen von Feuchtigkeit.

Weihnachtsbeleuchtung aus dem Vorjahr kontrollieren: Kommt die Lichterkette aus dem Vorjahr erneut zum Einsatz, sollte diese vor Gebrauch auf Schäden – wie Knickstellen oder Risse am Kabel – untersucht werden. Ist ein Lämpchen defekt, sollte es gegen ein gleichwertiges ausgetauscht werden. Aber Vorsicht: Falsche oder fehlerhaft eingebaute Leuchtmittel können überlasten und im schlimmsten Fall Brände verursachen.

Gefahr für Stromunfälle durch Schutzeinrichtungen reduzieren: Bei Steckdosen, die für die Weihnachtsbeleuchtung genutzt werden, sollte eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung vorgeschaltet oder integriert sein. Diese schaltet die Stromzufuhr ab, wenn unerwünschte Fehlerströme durch Beschädigungen an der Beleuchtung auftreten. Ist keine Schutzeinrichtung vorhanden, kann diese von einer Elektrofachkraft nachgerüstet oder ein entsprechender Adapter zwischen Beleuchtungsanlage und Steckdose gesteckt werden. Passende Adapter sind im freien Handel erhältlich.

Strom sparen: Wer bei der Dekoration mit Licht oder Ton Strom sparen will, sollte für die Nacht und bei Abwesenheit eine Zeitschaltuhr anbringen. Sie regelt die Dauer der Beleuchtung automatisch und hilft nebenbei bei der Einhaltung der allgemeinen Nachtruhe. Zusätzlich ist der Einsatz von LED-Lampen empfehlenswert: Sie sind energiesparend und durch die geringe Wärmeentwicklung auch im Zusammenhang mit trockenen Materialien einsetzbar.

Über die TÜV NORD GROUP

Die TÜV NORD GROUP ist mit über 10.000 Mitarbeitern einer der größten technischen Dienstleister. Mit ihrer Beratungs-, Service- und Prüfkompetenz ist sie weltweit in 70 Ländern aktiv. Zu den Geschäftsbereichen gehören Industrie Service, Mobilität, IT und Bildung. Mit Dienstleistungen in den Bereichen Rohstoffe und Aerospace hat der Konzern ein Alleinstellungsmerkmal in der gesamten Branche. Leitmotiv: „Excellence for your business.“

Annika Burchard

Themen:
Industrie, Energie, TÜV NORD Akademie

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