TÜV NORD-Energieexperte rechnet nicht mit Blackouts im Winter

14. Oktober 2022 | Energie: Wie hart wird der kommende Winter? Geht uns am Ende doch noch das Gas aus? Und wird es wirklich Strom-Blackouts geben? Um diese Fragen geht es in der dritten Folge von "Energieschub".

Hannover. Der TÜV NORD-Energieexperte Silvio Konrad hält die Sorge vor Strom-Blackouts in diesem Winter für übertrieben. Es gebe eine konfuse Angst vor einem Blackout, die aber unberechtigt sei, sagte Konrad im Podcast „Energieschub“ aus dem Newsroom der TÜV NORD GROUP.  

Hintergrund sei die Sorge, dass es auf der einen Seite zu wenig Gas für die Gaskraftwerke und auf der anderen Seite einen deutlichen Anstieg beim Stromverbrauch geben könnte. „Mein Eindruck ist, dass dabei auch häufig stark übertrieben wird“, so der Geschäftsführer von TÜV NORD Systems. Zu kurz kämen in dieser Diskussion häufig die Einsparpotenziale durch Effizienzmaßnahmen oder durch den positiven Beitrag durch erneuerbare Energien.  Zudem werde sich der Strommix verändern, das werde man statistisch Ende des Jahres sehen können.

„Mögliche Rationierungen von Gas sehe ich aktuell nicht"

Auch die Wärmeversorgung ist Konrad zufolge gesichert. So kämen die ersten LNG-Terminals zum Jahresende ans Netz, und man mache aktuell viel, um Verträge mit alternativen Lieferanten abzuschließen. Darüber hinaus seien die Gasspeicher gut gefüllt. „Ich glaube, wir kommen gut durch den Winter. Mögliche Rationierungen von Gas sehe ich aktuell nicht. Aber vielleicht sollte nicht nur der Winter hart zu uns sein, auch wir selbst sollten härter werden. Wir müssen selbst effizienter agieren und handeln und Energie einsparen.“  

Im Podcast gibt Konrad auch eine Einschätzung dazu ab, wie die Unternehmen in puncto Energie auf den Winter vorbereitet sind und was in der Praxis noch zu tun sein wird.

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Martin Brüning Leiter Corporate Newsroom