Die TÜV NORD GROUP engagiert sich mit ihrem Tochterunternehmen ALTER im Bau des ersten vollständig in der Slowakei entwickelten modularen Satelliten, der eine flexible Nutzung für verschiedene Einsatzzwecke ermöglicht.

Die TÜV NORD GROUP engagiert sich mit ihrem Tochterunternehmen ALTER im Bau des ersten vollständig in der Slowakei entwickelten modularen Satelliten, der eine flexible Nutzung für verschiedene Einsatzzwecke ermöglicht. ALTER spielt eine zentrale Rolle bei der Auswahl von Komponenten und Testverfahren, um sicherzustellen, dass alle Teile des Baukastensatelliten den extremen Bedingungen im Weltraum, wie Strahlung und starken Temperaturschwankungen, standhalten. Zudem gewährleistet ALTER, dass das gesamte Projekt den internationalen Standards für Sicherheit und Nachhaltigkeit entspricht.
Auf seiner ersten Mission wird der Satellit die Sicherheit im Orbit erhöhen, indem er das Weltraumwetter überwacht und Weltraumobjekte beobachtet. Diese Aufgaben sind entscheidend, um Kommunikations- und GPS-Satelliten vor Störungen durch Sonnenstürme oder kosmische Strahlung zu schützen und Kollisionen mit Weltraumschrott zu vermeiden. Dank des Baukastenprinzips der Satellitenplattform können die Module für unterschiedliche Zwecke wie Telekommunikation, Technologieerprobung oder Erdbeobachtung angepasst werden. Dies reduziert Entwicklungs- und Produktionskosten erheblich und verlängert die Lebensdauer des Satelliten durch die Möglichkeit, Komponenten im Orbit auszutauschen oder aufzurüsten. „Da jedes Modul unabhängig beschafft, getestet oder aktualisiert werden kann, ist der Satellit auch weniger anfällig für Verzögerungen in der Lieferkette“, erläutert Pavla Dohanyosova, Projektleiterin bei ALTER. Bei Engpässen könnten Lieferanten einfach gewechselt und Komponenten gegen Alternativen getauscht werden, ohne den geplanten Start zu verzögern.
Die Teilsysteme des modularen Satelliten, etwa für die Energieversorgung, Lage- und Bahnsteuerung, müssen harmonisiert werden, sodass sie jederzeit effizient zusammenarbeiten, auch wenn sich einzelne Module im Satellitenbaukasten ändern. „Jedes Teilsystem muss unabhängig arbeiten und einzeln getestet werden können, was eine strenge Standardisierung der Schnittstellen bereits in einer frühen Phase des Designprozesses erfordert“, erklärt Dohanyosova. ALTER übernimmt hierbei eine maßgebliche Rolle und stellt sicher, dass das gesamte Projekt den internationalen Standards für Sicherheit und Nachhaltigkeit entspricht.
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Aspekt des Projekts Stephanik. Das Projekt verpflichtet sich der „Zero Debris Charta“ der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und strebt an, keinen weiteren Weltraumschrott im Orbit zu hinterlassen. ALTER berät bei der Auswahl des Materials und der Trägerrakete sowie bei der Entwicklung von Strategien zur Vermeidung von Kollisionen im All und zur kontrollierten Rückführung des Satelliten in die Erdatmosphäre am Ende seiner Lebensdauer. Die Expert:innen von ALTER bringen ihre umfassende Erfahrung aus zahlreichen Missionen von ESA und NASA ein, um sicherzustellen, dass alle Teile des Baukastensatelliten den extremen Bedingungen im Weltraum gewachsen sind.
Das Projekt Stephanik vereint die Expertise von Institutionen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Slowakei, Spanien und Deutschland. Ziel ist die Entwicklung einer modularen Satellitenplattform mit einem Gewicht von über 150 Kilogramm, die sich durch ihre Vielseitigkeit auszeichnet.
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