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Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr­ge­nom­men. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens begleitet, unterstützt und überwacht. Von der Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung hat der Aufsichtsrat sich überzeugt.

Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich, zeitnah und umfassend über die allgemeine Lage des Konzerns, die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Unternehmensplanung. Im Jahr 2025 trat der Aufsichtsrat am 1. April, 17. Juni, 30. September sowie 2. Dezember zu insge­samt vier turnusmäßigen Sitzungen zusammen, in denen der Vorstand eingehend über die jeweils aktuelle Lage des Konzerns und der bedeutenden Konzerngesellschaften informierte.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über den Geschäftsverlauf, die Ertragslage sowie die aktuelle Finanz- und Vermögenslage des Konzerns und über seine Einschätzung der Chancen und Risiken im weiteren Jahres­verlauf. Dabei hat der Aufsichtsrat sich auch eingehend mit den Auswirkungen des Investitionsprogramms der Bundesregierung vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland befasst.

Abweichungen gegenüber der Unternehmensplanung wurden im Einzelnen erläutert. Geschäftsvorgängen, die der Zustim­mung des Aufsichtsrats bedurften, stimmte dieser nach gründ­licher Prüfung und Beratung zu. Der strategische Rahmen für internationale Investitionsentscheidungen wurde ebenfalls vorgestellt und vom Aufsichtsrat positiv begleitet, ebenso wie ­Absicherungs-, Effizienz- und Wachstumsinitiativen des Konzerns. Darüber hinaus ließ der Vorsitzende des Aufsichtsrats sich auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig vom Vorsitzen­den des Vorstands über aktuelle Themen informieren.

In der Sitzung am 1. April ließ sich der Aufsichtsrat von dem ­zuständigen Vorstandsressort der TÜV NORD AG eingehend zum Thema Compliance im TÜV NORD Konzern berichten, ergänzt um einen Sonderbericht zu Compliance-Untersuchungen, die ebenfalls Gegenstand der weiteren Sitzungen des Jahres waren.

In der Sitzung am 17. Juni legte der Aufsichtsrat neue Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand der TÜV NORD AG fest.

Nach eingehender Beratung stimmte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 30. September dem Erwerb von vier Gesellschaften (EPI Group) in der Business Unit Certification zu. Außerdem ließ sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung den Abschluss des Strukturprojekts NOVA sowie das Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung erläutern.

In der Sitzung am 2. Dezember befasste sich der Aufsichtsrat mit den ersten Ergebnissen der konzernweiten Mitarbeitendenbefragung des Jahres 2025. Außerdem hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung das Budget 2026 erörtert und verabschiedet.

Der Aufsichtsrat tagte ganz überwiegend in Anwesenheit des Vorstands, zu Vorstandsangelegenheiten beriet sich der Aufsichtsrat jedoch in Abwesenheit des Vorstands.

Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben und zur Vorbereitung seiner Beratungen und Entscheidungen hat der Aufsichtsrat das ­Präsidium/den Personalausschuss und den Finanzausschuss eingerichtet, welche die Arbeit im Plenum effektiv unterstützen.

Das Präsidium/der Personalausschuss hielt im Berichtsjahr elf Sitzungen ab; bei Bedarf erfolgten zusätzlich telefonische ­Abstimmungsgespräche. Die Sitzungen fanden in Präsenz wie auch als Videokonferenz statt. Schwerpunkte der Beratungen waren die Vorbereitungen der Plenumssitzungen sowie die Vorbereitung der Personal- und Vergütungsentscheidungen des Aufsichtsrats. Soweit erforderlich, wurden dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Beschlussfassung gegeben.

Der Finanzausschuss hielt im Jahr 2025 vier turnusmäßige Sitzungen im Vorfeld der Aufsichtsratssitzungen ab und befasste sich insbesondere mit dem Konzern- und dem Jahresabschluss, der Entwicklung der Ergebnisse, dem Risiko- und Chancenmanagement, den Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwick­lung in Deutschland sowie dem Akquisitionsprojekt EPI Group. In der Sitzung am 25. November befasste sich der Finanzausschuss mit der Planung für das Geschäftsjahr 2026. Der Vorsitzende des Finanzausschusses hat in der jeweils folgenden Aufsichtsratssitzung über die wesentlichen Erkenntnisse aus der Beratung des Finanzausschusses vorgetragen.

Die von der Hauptversammlung am 1. April 2025 zum Abschluss­prüfer bestellte BDO AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Essen, hat den vom Vorstand zum 31. Dezember 2025 aufge­stell­ten Jahresabschluss der TÜV NORD AG sowie den Konzern­abschluss einschließlich der dazugehörigen Berichte über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geprüft. Der Abschluss­prüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der Vorstand ein ­angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das in seiner Konzeption und Handhabung ­geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte für das ­Geschäftsjahr 2025 wurden in der Sitzung des Finanzausschusses am 31. März 2026 und in der Sitzung des Aufsichtsrats am 8. April 2026 umfassend diskutiert. Vorstand und ­Abschlussprüfer waren bei den Beratungen des Jahres- und Konzernabschlusses anwesend. Der Abschlussprüfer berich­tete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und infor­mierte über seine Feststellungen zum internen Kontrollsystem sowie Risikomanagement. Darüber hinaus stand er Finanzausschuss und Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat sich auf der Grundlage seiner eigenen Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und der Lageberichte sowie auf der Grundlage des Berichts und der Emp­fehlung des Finanzausschusses dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen waren nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss festgestellt sowie den Konzernabschluss gebilligt.

Der Aufsichtsrat hat ferner den vom Vorstand vorgelegten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und der Hauptversammlung empfohlen, dem Vorschlag zuzustimmen.

Mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2025 legte Herr ­Holger Reichenbach sein Mandat im Aufsichtsrat aufgrund des bevorstehenden Renteneintritts nieder. Ihm folgte zum 1. Januar 2026 Herr Volker Wiegelmann als bereits gewähltes Ersatzmitglied. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat die enga­gierte Arbeit von Herrn Reichenbach im Aufsichtsrat gewürdigt und sich im Namen des Gremiums für die konstruktive Zusam­menarbeit bedankt.

Im Vorstand gab es personelle Veränderungen. Mit Wirkung zum 1. September 2025 trat Frau Inga Dransfeld-Haase ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin an. Sie übernahm den Vorstandsbereich Personal von Herrn Dr. Dirk Stenkamp, der dieses Ressort zusätzlich zu seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender kommissarisch verantwortet hatte.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TÜV NORD GROUP weltweit, den Unternehmensleitungen, dem Vorstand und der Konzerngeschäftsleitung sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihr großes Engagement und die gute Arbeit im Jahr 2025.

Der Aufsichtsrat

Thomas Rappuhn
Vorsitzender

Hannover, im April 2026