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  4. Gruppenleiterin ‚Radioökologie und Wasserrecht‘

Christina Löffler, Gruppenleiterin bei TÜV NORD Ensys

Vielfalt und Verantwortung

Die Ingenieurin Christina Löffler leitet den Bereich ‚Radioökologie und Wasserrecht‘ bei der Sachverständigenorganisation TÜV NORD EnSys in Hamburg, wo sie gemeinsam mit ihrem Team unter anderem die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben beim Rückbau von Kernkraftwerken prüft. Als Gruppenleiterin arbeitet sie bereits viele Jahre in Teilzeit. Sie schätzt die vielfältigen Möglichkeiten, sich als Führungskraft immer wieder fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.

Anders als manch einer denkt, nehmen die Angestellten bei TÜV NORD längst nicht nur Autos unter die Lupe: Bei Christina Löffler sind es Atomkraftwerke. In der Abteilung „Reaktortechnik und Strahlenschutz“ bei TÜV NORD EnSys in Hamburg ist die 56-jährige Ingenieurin als Gruppenleiterin für ‚Radioökologie und Wasserrecht‘ zuständig. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden prüft sie, ob bei der Stilllegung und beim Rückbau von Kernkraftwerken die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Strahlenexposition durch radioaktive Stoffe eingehalten werden. Die Arbeit von Löffler und ihrem zehnköpfigen Team ist hochtheoretisch und findet vor allem vor dem Computer statt. Hier werten sie Messdaten aus und stellen Berechnungen an, anhand derer sie beispielsweise ermitteln, ob bei der Stilllegung einer kerntechnischen Anlage der Strahlenschutz für Personal und Bevölkerung gewährleistet ist. Die Einhaltung wasserrechtlicher Vorgaben wird für die geplante Einlagerung radioaktiver Abfälle in ein Endlager umfassend geprüft.

Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit als Gruppenleiterin ist die fachliche Qualitätssicherung der Arbeitsergebnisse während und im Anschluss eines Projekts. Zu Löfflers Arbeitsalltag gehört außerdem eine ganze Reihe organisatorischer Aufgaben wie die Personal-, Investitions- und Weiterbildungsplanung sowie regelmäßige Feedbackgespräche mit den Mitarbeitenden. Darüber hinaus ist sie für die fachliche Weiterentwicklung der Arbeitsgebiete ihrer Gruppe verantwortlich. Da ihr Team auf zwei Standorte verteilt ist, reist sie alle zwei Wochen für zwei Tage von Hamburg nach Hannover und bespricht sich dort mit den Mitarbeitenden vor Ort. „Ansonsten sind wir per Telefon oder Videokonferenzen in Kontakt“, berichtet die Ingenieurin für Verfahrenstechnik, die bereits seit 1989 bei TÜV NORD arbeitet. Außerdem berät sie als Mitglied eines Ausschusses der Strahlenschutzkommission das Bundesumweltministerium. Dabei handelt es sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit, für die sie vom Arbeitgeber freigestellt wird.

 

 

Nach Karrierestationen in verschiedenen technischen Bereichen der TÜV NORD GROUP weiß ich: Die Stärke liegt in der Vielfalt.

Christina Löffler, TÜV NORD Ensys

 

„Was mir an meiner Arbeit für den TÜV NORD-Konzern so gut gefällt, sind die vielfältigen Möglichkeiten, sich im Verlauf des Berufslebens fachlich zu verändern“, sagt Löffler, die zunächst 15 Jahre als Sachverständige für Luftreinhaltung im Bereich Umweltschutz bei TÜV NORD gearbeitet hat. Nach dem Wechsel und der Einarbeitung in den Strahlenschutz war sie sechs Jahre Gruppenleiterin „Radio(öko)logie“. „Zwischenzeitlich konnte ich in einem interdisziplinären Team mit Bergleuten im Rahmen eines Großprojektes Strahlenschutzgesichtspunkte insbesondere zur Störfallvorsorge einbringen.“ Als sie sich 2018 nach der Einführung einer standortübergreifenden Führungsstruktur auf ihren heutigen Job als Gruppenleiterin bewarb, arbeitete sie bereits viele Jahre in Teilzeit. „Mir ist es wichtig, neben meinem Job auch einen gewissen Anteil Freizeit zu haben; Stichwort Work-Life-Balance.“ Deshalb wollte sie ihre 80-Prozent-Stelle nicht aufgeben. „Ich fand es große Klasse, dass diese Bedingung akzeptiert wurde. Auf der Ebene der Gruppenleitung ist das eine Besonderheit, das wäre nicht in jedem Unternehmen möglich.“ Wie alle Führungskräfte wurde auch sie mit verschiedenen Trainings auf diese Rolle vorbereitet. „Ich habe zum Beispiel Kurse zu Themen wie Kommunikation, Konfliktlösung und Führungsverhalten absolviert. Neben der Fachkompetenz brauche ich für meinen Job vor allem ein gutes Gespür für den Umgang mit Menschen, Zuverlässigkeit und Entscheidungsfähigkeit.“

Als Frau in einem nach wie vor männerdominierten Bereich ist Löffler es gewohnt, überwiegend mit männlichen Kollegen zusammenzuarbeiten. „Ein Thema, das mich bereits mein ganzes Berufsleben beschäftigt. Das hat schon im Studium begonnen, wo die meisten meiner Kommilitonen Männer waren. In meinem Team sind die Frauen in der Überzahl, das ist in unserer Branche aber eher die Ausnahme.“ Sie wünscht sich, dass sich Frauen nicht durch Geschlechterklischees davon abhalten lassen, naturwissenschaftliche und technische Berufe zu ergreifen – und in diesen Bereichen mehr Führungspositionen besetzen. Bereits vor vielen Jahren hat sie deshalb gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen ein unternehmensweites Netzwerk gegründet, dass sich für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in allen Arbeitsbereichen einsetzt. „Mehr Diversität bedeutet auch verschiedene Sichtweisen. Davon profitieren nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch der Konzern. Nach Karrierestationen in verschiedenen technischen Bereichen der TÜV NORD GROUP weiß ich: Die Stärke liegt in der Vielfalt.“

 

 

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