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17. September 2019 | MEDITÜV

  • Auch Länder wie die Türkei oder Ägypten können Impfschutz erfordern
  • Sportler, Taucher, Wanderer – jeder benötigt eine andere Reiseapotheke
  • Früh handeln: Bis ein Impfschutz wirkt, kann es sechs Wochen dauern.

Hamburg: Laut einer Studie der Stiftung für Zukunftsfragen unternahm im vergangenen Jahr jeder achte Deutsche eine Fernreise. Auch in diesem Herbst wird es einige Deutsche in wärmere Regionen ziehen. Was die Wenigsten wissen: Nicht nur für exotische Länder, sondern für die meisten Länder außerhalb Europas ist ein Impfschutz empfehlenswert. Dr. Mathias Eisheuer vom MEDITÜV erklärt, warum eine sogenannte reisemedizinische Beratung auch für nicht-tropische Regionen sinnvoll ist und gibt Tipps, die Urlauber vor und während der Reise beachten sollten.

Brasilien, Kenia oder Vietnam: Wer in exotische Länder reist, ist meist vernünftig und informiert sich rechtzeitig über notwendige Impfungen und Gesundheitsvorsorge. Doch auch für weniger exotische Reiseziele kann eine Beratung sinnvoll sein. „Jedes Land, und zwar nicht nur die Tropen, hat seine regionalen und saisonalen Besonderheiten“, erklärt Eisheuer. „Wer jetzt zum Beispiel seinen Urlaub für Ägypten oder die Türkei plant, sollte sich unter Umständen gegen Hepatitis A impfen lassen“, rät der Experte für Reisemedizin.

Je nachdem, wie jemand reist, ergeben sich unterschiedliche Risikofaktoren. Wer zum Beispiel bei Rucksack- oder Abenteuerreisen in der Türkei oder Ägypten unterwegs ist, sollte sich zusätzlich vor Tollwut oder Typhus schützen. Wer hingegen seinen Türkeiurlaub in einer Großstadt wie Istanbul verbringt oder die Hotelanlage nicht verlässt, hat solche Risiken nicht. Eisheuer: „Bei einer reisemedizinischen Beratung können wir genau abschätzen, welches Risiko besteht und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen.“

Reiseapotheke richtig packen

Großer Beratungsbedarf besteht laut MEDITÜV auch bei Reiseapotheken. Dass Pflaster, Sonnenschutz, Schmerz- oder Durchfallmittel hineingehören, wissen die meisten. Doch auch hier gilt dasselbe wie für Impfungen: Je nach Reiseart ändert sich der Anspruch an die reisemedizinische Versorgung. „Ein Sportler braucht eventuell Salben gegen Verstauchungen, ein Taucher Ohrentropfen, ein Wanderer Insektenschutz und ein Fernreisender Wasser-Entkeimungstabletten oder Malaria-Prophylaxe“, erklärt Eisheuer.

Zeitig planen

Außerdem fängt der Urlaub in punkto Gesundheitsplanung schon sehr früh an: Mindestens sechs Wochen vorher sollte laut MEDITÜV eine reisemedizinische Beratung stattfinden – am besten aber noch früher. Denn der Impfstoff braucht Zeit, bis er wirkt und häufig sind mehrere Teilimpfungen im Abstand von ein paar Wochen notwendig, um einen sicheren Schutz zu gewährleisten. „In unseren 20 Zentren in ganz Deutschland erhalten Reisende eine vollständige Beratung und können sich direkt vor Ort impfen lassen“, sagt Eisheuer. „Auch gegen Gelbfieber, wofür nur bestimmte Stellen zugelassen sind.“

1 http://www.tourismusanalyse.de/zahlen/daten/statistik/tourismus-urlaub-reisen/2019/fernreiseziele-2018/

 

Über MEDITÜV

MEDITÜV ist Ansprechpartner im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Wir sind ein Team von Experten und Expertinnen aus der Betriebsmedizin, der Arbeitssicherheit, der Psychologie und dem Gesundheitsmanagement. Gemeinsam gehen wir auf den Bedarf und die gesetzlichen Anforderungen im Arbeitsschutz der betreuten Unternehmen ein. Unser Ziel sind sichere und gesunde Arbeitsplätze und motivierte Mitarbeitende. MEDITÜV ist ein Unternehmen der TÜV NORD GROUP.

www.meditüv.de 

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Franziska Nieke

Konzern-Kommunikation

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